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Třešňák, Peter
In der europäischen Presseschau wurden bisher 2 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.
Kunderas schwaches Gedächtnis
Auf der Internetseite des Wochenmagazins Respekt weisen Chefredakteur Martin M. Šimečka und Petr Třešňák dem unter Verratsverdacht stehenden Milan Kundera ein schwaches Gedächtnis nach. Kundera hatte in seiner bislang einzigen Aussage zu dem Vorwurf, 1950 den Westagenten Miroslav Dvořáček ans stalinistische Prager Regime verraten zu haben, behauptet, die Hauptakteure des Falls überhaupt nicht zu kennen. Dabei habe er zweien von ihnen, Iva Militka und Miroslav Dlask, 1953 ein Buch mit eigener Widmung geschenkt. "'Mirek und Iva zur Erinnerung (nicht zum Lesen), Milan' steht auf der Aufschlagseite des Buches. Es ist sehr unwahrscheinlich, dass jemand eine solche persönliche Widmung für Leute verfasst, die er nicht kennt. Selbstverständlich ist nicht auszuschließen, dass sich Kundera der damaligen Bekannten nicht erinnert. Dann ist es aber legitim zu fragen, was er noch alles aus seiner Erinnerung verdrängt hat."
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Alle verfügbaren Texte von » Martin M. Šimečka
Der nebulöse Herr Kundera
Die Debatte über den Schriftsteller Milan Kundera, der 1950 den antikommunistischen Widerständler Miroslav Dvorácek denunziert haben soll, schwappt aus Tschechien zunehmend auch in die slowakische Presse. Im Interview mit der liberalen Tageszeitung Sme wundert sich Peter Třešňák, Journalist bei der renommierten Prager Wochenzeitung Respekt, von der Kundera eine Entschuldigung verlangt, darüber, dass Kundera zunehmend in Schutz genommen wird: "Es überrascht mich, dass die Aufmerksamkeit für den Fall eine andere Richtung nimmt. Ich hatte gedacht, ... dass es an der Zeit sei, etwas zu erklären. Aber niemand stellt Herrn Kundera solche Fragen. Seine bisherige Stellungnahme ist nämlich sehr nebulös. Aber niemand interessiert sich für seine Erklärungen. Dafür wird unsere Arbeit hart kritisiert. Das zeugt vom unausgewogenen Verhältnis tschechischer Intellektueller zur Geschichte."
» zum ganzen Artikel (externer Link, slowakisch)
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