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Troger, Beate
Tiroler Tageszeitung
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In der europäischen Presseschau wurden bisher 3 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.
Merkel und Sarkozy zu schnell für Euro-Länder
Die auf dem deutsch-französischen Gipfel in Paris vereinbarten Zielvorgaben sind richtig, werden aber viele Euro-Länder überfordern, meint die liberal-konservative Tiroler Tageszeitung: "Die Marschrichtung der beiden größten Volkswirtschaften der EU ist klar: Die Währungsunion soll als Vorhut der gesamten EU die Integration der Mitgliedsstaaten vorantreiben. Dieser Schritt ist absolut notwendig, um Europa aus der bitteren Schuldenkrise herauszumanövrieren. ... Merkel und Sarkozy haben weit vorausgedacht. Das ist gut, denn ein neues Europa braucht starke Visionen. Weil sich die Leitwölfe einig sind, heißt das aber noch nicht, dass schon alle Euroländer für eine tiefere Integration bereit sind. Bedächtigkeit ist angesagt. Mit dem Vertrag von Lissabon und gegenseitigen Haftungen für Staatsschulden über die Rettungsschirme hat sich die EU zuletzt sehr schnell sehr stark weiterentwickelt. Im Kampf gegen die Schuldenkrise darf sich Europa jetzt nicht überfordern und über sein eigenes hohes Tempo stolpern."
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Ultimatum für Schuldenstaat
Griechenland bekommt weitere Finanzhilfen, wenn das Land stärker spart. Es muss endlich seine Verlässlichkeit in der Euro-Krise beweisen, fordert die liberal-konservative Tiroler Tageszeitung: "Es war überfällig, dass die Euroländer Athen unter Druck setzen und vor weiteren Milliarden Taten sehen wollen. Zu lange haben sich die Retter von verbalen Sparzusagen und Reformen auf dem Papier veräppeln lassen. 16 Monate und zig Milliarden nach dem Rettungspaket taumelt Griechenland noch immer gefährlich nahe am Abgrund. Die Euroländer haben das Land vor der Pleite bewahrt, als Dankeschön scheint es nur unschöne Bilder von Gewalt und Protesten zu geben. Nach wie vor gibt Korruption den Ton im Land an und der Regierung gelingt es nicht, den aufgeblähten Staatsapparat mit Hunderttausenden unkündbaren Beamten zu verschlanken. Jetzt muss endlich gehandelt werden. Griechenland hat eine letzte Chance bekommen, um zu beweisen, dass es ein verlässlicher Euro-Partner ist. Scheitern die Griechen jetzt an diesem Ultimatum, wird dem Land endgültig nicht mehr zu helfen sein."
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Schmerzfreie Regelung
Die neuen EU-Regeln für Bonizahlungen bieten zu viele Schlupflöcher für die Banken, bemängelt die Tiroler Tageszeitung: "In der Praxis handelt es sich damit um nichts anderes als um den in ein EU-Gesetz gegossenen Ist-Zustand. Schon jetzt ist es in der Finanz- und in der Realwirtschaft üblich, den größten Anteil der Boni in Form von Aktien zu verteilen. Mit den prozentuell formulierten Vorgaben ist das Gesetz mehr Schlupfloch als Gesetz. Ursprünglich war in Straßburg angedacht, bei den Bezügen eine nominale Obergrenze einzuziehen. Das EU-Parlament scheiterte an diesem Einschnitt - verständlicherweise. Denn dass sich die Privatwirtschaft von der EU-Legislative vorschreiben lässt, wie viel Lohn Führungskräfte letztendlich ausbezahlt bekommen, ist rechtlich nicht umsetzbar. Diese Richtlinie schmerzt zu wenig, als dass sie Wirkung zeigen könnte. Spitzenverdiener in den Banken dürften sich hingegen vor Freude die Hände reiben - und das intensive Lobbying hat sich für sie definitiv ausgezahlt."
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