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Uudelepp, Agu
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In der europäischen Presseschau wurden bisher 2 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.
Agu Uudelepp über die Größe Estlands
Der Wunsch nach Größe lässt Agu Uudelepp in der Tageszeitung Postimees fragen, was die Esten im Kreise der europäischen Nationen besonders auszeichnet: "Auch für uns stellt sich die Frage, wie wir uns als Volk groß fühlen können. Aber es ist nicht leicht, hierfür einen Weg zu finden. Wir können uns nicht als Wiege der westlichen Kultur und der Demokratie bezeichnen wie Griechenland, und wir haben nie ein Imperium aufgebaut und beherrscht wie die Italiener als Nachfahren der alten Römer oder die Briten als Seefahrernation, in deren Empire noch bei Amtsantritt von Königin Elizabeth II. die Sonne nie unterging. Die Esten haben auch keine großen Schlachten gewonnen wie die Franzosen oder Venezianer, und sie hatten nie ein eigenes Königreich wie die Polen oder die Litauer. Und es ist auch schwierig, bei uns im Gegensatz zu den Deutschen Philosophen und Wissenschaftler zu finden, die die Welt bewegt haben. Was also bleibt uns? Da auch in uns Esten der Wunsch nach Größe schlummert, haben wir nur die Möglichkeit, uns der Kultur zuzuwenden. Unsere eigenen Dichter und großen Persönlichkeiten, sie helfen uns Esten, uns als Nation zu definieren und unser Selbstbewusstsein zu stärken."
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Mehr aus der Presseschau zu den Themen » Literatur, » Alltagskultur, » Kulturpolitik, » Geschichte, » Erinnerungskultur, » Kultur, » Estland
Europawahlen: Karlsson vom Dach ist auf Stimmenfang
Nach Ansicht der Tageszeitung Eesti Päevaleht hat der Europawahlkampf vor allem etwas Lächerliches: "Der Wahlkampf erinnert die Bürger an [das Kinderbuch] 'Karlsson vom Dach' [von Astrid Lindgren]. Allerdings nicht in erster Linie deshalb, weil die Kandidaten alle hinreichend dicke Männer in ihren besten Jahren wären, sondern weil sie sich alle als die besten auf der Welt anpreisen. … Den Wählern bleibt so lange nichts anderes übrig, als irgendein Guckloch im Gartenzaun zu finden. Der Spickzettel mit den Fragen am Wahltag ist dabei denkbar einfach und enthält nur drei Fragen: Redet die Partei über die Themen, die im Europaparlament tatsächlich auf der Tagesordnung stehen? Können die Versprechungen im EU-Parlament wirklich umgesetzt werden? Ist die Person, die es am Ende nach Brüssel schafft, wirklich imstande, auf internationaler Ebene zu verhandeln, und nimmt man sie ernst?"
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