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Vannuccini, Vanna
In der europäischen Presseschau wurden bisher 3 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.
China kämpft für sein Image
Als Gastland auf der Frankfurter Buchmesse kämpfe China noch immer mit seinem Imageproblem, schreibt die linksliberale Tageszeitung La Repubblica: "Eine Kulturolympiade. So hatte sich China seine Rolle als Gastland auf der Frankfurter Buchmesse vorgestellt. Als Gelegenheit, internationale Anerkennung zu bekommen, eine Möglichkeit, sich das Image einer 'soft power' zu geben. ... Aber die Polemiken sind schon vor der Eröffnung ausgebrochen (inklusive Boykottandrohungen), ... und zeigen, dass China noch weiter davon [von seinem Ziel] entfernt ist als ihm lieb ist. Wenn bei den Olympischen Spielen ein paar Tibetaner genügten, um das Bild zu trüben, so sind es in Frankfurt die kritischen Künstler wie Ai Weiwei … oder aus dem Gefängnis entlassene Schriftsteller wie Bei Ling, der (als Kompromiss) am letzten Tag der Messe sprechen wird, damit man wenigstens die Flugreservierungen nicht ändern muss, falls die chinesische Delegation entscheidet, die Buchmesse [aus Protest] zu verlassen."
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Chronistin des Lebens in der Diktatur
"Wenn wir schweigen, werden wir unangenehm, wenn wir reden, werden wir lächerlich," zitiert die linksliberale Tageszeitung La Repubblica aus dem Roman Herztier der frischgekürten deutsch-rumänischen Literaturnobelpreisträgerin Herta Müller. Es sei "ein Buch mit fiebernder Sprache, das die Angst in einem grausamen Regime wie dem von [dem rumänischen Diktator Nicolae] Ceauşescu spüren ließe, wo alle menschlichen Beziehungen, auch die intimsten, von Verdacht und Denunzierung durchdrungen waren, und wo selbst ein Baum, die Steine am Fluss oder der Himmel die schrecklichen und grotesken Zeichen der staatlichen Kontrolle widerspiegelten. Herta Müller ist eine Chronistin des täglichen Lebens in der Diktatur. Sie ist nicht bereit, zu vergessen, auch nicht jetzt, wo viele im Westen lieber resignieren und angesichts der Tatsache, dass die Mauer gefallen und Ceauşescu nicht mehr da ist, die Vergangenheit lieber vergessen würden."
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Wahlkampagne fast eine Revolution
Die linksliberale Tageszeitung La Repubblica sieht die Wahlkampagne im Iran beinahe als Revolution: "Vor dem Fernseher gebannt, als wäre es ein Fußballspiel, hören die Iraner aus den Mündern der höchsten Führungskräfte Worte, die nie zuvor ausgesprochen werden durften. ... Dass der Kaiser [Mahmud Ahmadinedschad] nackt ist, sagt nicht nur der Vertreter der Reformisten, der gemäßigte Präsidentschaftskandidat Mir Hussein Mussawi, dessen Zustimmungsquoten in den letzten Wochen schwindelerregend gestiegen sind, sondern auch der ehemalige Kommandant der [iranischen Revolutionsgrade] Pasdaran, der konservative Mohsen Rezai. ... Aber [Präsident Mahmud] Ahmadinedschad hat noch viele Möglichkeiten, sich der grünen Welle [der Reformer] zu widersetzen. Keiner weiß, wie viele Stimmen er in den Provinzen bekommen wird, wo er Gelder verteilt hat. Außerdem hat er Millionen von Basji [Paramilitärs] auf seiner Seite, die vor vier Jahren die Wahl (und vermutlich den Betrug) organisiert haben. Und seine Verurteilung der Selbstbereicherung der Theokratie wiegelt die ärmeren sozialen Schichten auf."
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