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Varoufakis, Giannis
Wirtschaftsprofessor, Protagon.gr, Greece
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In der europäischen Presseschau wurden bisher 3 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.
Sparauflagen neu verhandeln
Griechenland muss in der Euro-Zone bleiben und mit seinen Gläubigern neu verhandeln, meint der Wirtschaftswissenschaftler Giannis Varoufakis im Webprotal Protagon: "Egal, ob es uns gefällt oder nicht, das Schicksal Griechenlands ist ganz eng mit dem der restlichen Euro-Zone verbunden. Wenn wir so tun, als könnten wir nur aus eigener Kraft weitermachen, ohne Europa, dann schaffen wir eine Situation, die die Hoffnung vernichtet, dass unsere Stimme gegen die Sparauflagen zu etwas Gutem führen kann. Die Sache sieht so aus: Es ist unmöglich, die Bedingungen des Sparpakets einzuhalten, doch es ist genauso unmöglich, die für einen Ausweg aus der Krise nötige Entwicklungs- und Reformpolitik aus eigenen Mitteln zu finanzieren. ... Was also können wir dann tun? Es gibt nur eine Lösung und die birgt Schwierigkeiten: Wir sollten die zwischen Griechenland und den Gläubigern vereinbarten Sparauflagen neu verhandeln, und zwar als Mitglied der Euro-Zone."
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Griechenland braucht Euro-Bonds
Die Beteiligung der Privatwirtschaft an dem im vergangenen Oktober beschlossenen Schuldenschnitt für Griechenland kommt Medienberichten zufolge nur schleppend voran. Der Wirtschaftswissenschaftler Giannis Varoufakis meint im Onlineportal Protagon, dass es von Anfang an falsch war, mit der Beteiligung privater Banken und Investoren zu rechnen: "Hier in Griechenland, dem Land, das mehr als jedes andere von der Krise betroffen ist, wird die Beteiligung des Privatsektors immer noch als Hauptstrategie für einen Ausweg aus der Krise dargestellt! … Doch die Strategie war von Anfang an ein Fehler. … Seit vorigem Juli hat das nur dazu geführt, dass die Krise viel größer geworden ist und sich weiter verschärft hat. …Die Frage ist: Was ist die Alternative? Die Ausgabe von Euro-Anleihen durch die Europäische Zentralbank wäre für Griechenland und die Euro-Zone eine einzigartige Chance, um die Krise gemeinsam zu überwinden."
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Hilfreiche Falschmeldung vom Euro-Austritt
Am vergangenen Freitag hat das deutsche Nachrichtenportal Spiegel Online berichtet, dass Griechenland den Ausstieg aus der Euro-Zone erwäge. Der Ökonom Yanis Varoufakis vermutet auf dem liberalen Nachrichtenportal Zeit Online, dass dies ein Signal an die Politik war, endlich neue Lösungsansätze für die Euro-Krise zu präsentieren: "Die entscheidende Frage ist nun: Warum hat Spiegel Online die Geschichte veröffentlicht, obwohl die Journalisten gewusst haben müssen, dass sie zumindest in großen Teilen nicht stimmt? Eine mögliche Antwort: Der in der deutschen Politik bestens vernetzte Spiegel wollte zusammen mit bestimmten Kreisen in der deutschen Regierung - vor allem des Bundesfinanzministeriums - ein Signal an das Kanzleramt und den griechischen Ministerpräsidenten senden. Die Botschaft: In Europa muss eine Debatte begonnen werden, die seit einem Jahr erfolgreich verdrängt wird. Eine Debatte über neue Lösungsansätze für die Euro-Krise, denn die alten sind nicht mehr lange tragbar. Sollte dies wirklich die Intention des Spiegels gewesen sein, so hat das Magazin zumindest teilweise Erfolg damit gehabt."
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