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Švehla, Marek
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In der europäischen Presseschau wurden bisher 4 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.
Marek Švehla über Tschechen und Slowaken 20 Jahre nach der Teilung
Tschechische und slowakische Politiker haben am Sonntag auf einem gemeinsamen Treffen am Fuß des tschechisch-slowakischen Grenzbergs Velká Javořina an die Teilung der Tschechoslowakei vor 20 Jahren erinnert. In der liberalen Wochenzeitung Respekt beschreibt Marek Švehla deren Folgen aus tschechischer Sicht: "Das Ende der Tschechoslowakei hatte im größeren historischen Zusammenhang etwas Logisches. Ihm waren der Zerfall Österreich-Ungarns und die Vertreibung der Deutschen vorausgegangen. Die Tschechen zielten so auf die ersehnte Souveränität. Die hat jedoch auch viele Schwachstellen. ... Ungeachtet der Reden, dass man sich mit den Slowaken prächtig versteht, verfolgen beide Länder unterschiedliche außenpolitische Wege. Während sich die Slowakei fest mit dem Schicksal der Euro-Zone verbunden hat, glauben die Tschechen ihren Verbündeten nicht, leben in einem Gefühl der Einzigartigkeit und überschätzen ihre Kraft. Das spricht dafür, dass sie noch nicht erwachsen geworden sind."
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Slowaken nehmen Guantánamo-Häftlinge auf
Die Slowakei hat diese Woche drei entlassene Häftlinge aus dem US-Straflager Guantánamo aufgenommen, womit sie nach Meinung der liberalen Wochenzeitung Respekt auch für Tschechien ein Zeichen gesetzt hat: "Tschechien steht jetzt vor der Frage, wie weit die oftmals beschworene Sympathie für die USA und Präsident Obama tatsächlich geht. ... Die Tschechen könnten einwenden, dass sie keinen Bedarf haben, mit den USA etwas auszubügeln, weil ihre Beziehungen schon jetzt gut sind. Doch auch in der Politik gilt, dass man handelt, wenn ein Verbündeter Hilfe braucht. Und das hätte in diesem Fall auch eine Logik. Die einheimischen Konservativen sagen ständig, dass die Beziehungen zu den USA ein Pfeiler unserer Außenpolitik seien und pflegen sie lieber als die Beziehungen zur Europäischen Union. Aber auch [der sozialdemokratische Oppositionsführer Jiří] Paroubek 'obamat' in letzter Zeit, wo er geht und steht. Jetzt sind Taten gefragt."
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Wo ist der tschechische Witz geblieben?
Tschechische Medien beklagten jüngst, dass sich die Franzosen in einer Fernseh-Satire über die Tschechen und ihre bevorstehende EU-Ratspräsidentschaft amüsierten. Man lache auf unsere Kosten, hieß es. Das liberale Wochenmagazin Respekt moniert das und fordert, man sollte - statt sich über andere zu beschweren - lieber mehr Gehirnschmalz darauf verwenden, den tschechischen Witz neu zu beleben. "Seit ewigen Zeiten wird behauptet, dass es einen speziellen tschechischen Humor gibt, etwas schwarz, etwas zynisch, etwas selbstironisch. Ein Blick in die jüngste Vergangenheit lässt aber die Frage aufkommen, ob es sich dabei nicht nur um einen Mythos handelt. Auf keinem tschechischen Fernsehkanal läuft irgendeine satirische Sendung. Die angeblich so humorlosen Deutschen dagegen haben eine Vielzahl satirischer Programme. Wenn es in Tschechien nicht das Internet gäbe, wäre es um den tschechischen Witz sehr schlecht bestellt."
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Brüssel soll Streit um Prager Nationalbibliothek schlichten
Die Prager Stadtverwaltung spielt im Streit um den futuristischen Entwurf des exiltschechischen Stararchitekten Jan Kaplický für eine neue tschechische Nationalbibliothek weiter auf Zeit, beklagt Marek Švehla. Denn der zunächst euphorische Bürgermeister Pavel Bém hat sich inzwischen von dem Projekt distanziert: "Der Magistrat hat die heiße Kartoffel zuerst an das Kulturministerium weitergereicht, dann an die Wettbewerbsbehörde – um zu klären, ob der Urheber eines Projektes dieses auch selbst in die Tat umsetzen darf. Die Wettbewerbsbehörde wiederum wendet sich nun an die Europäische Kommission. Das ist ein schlechter Witz: Ausgerechnet die Partei, die sich laufend über die Beschneidung der nationalen Kompetenzen durch Brüssel beschwert, lässt nun die EU-Kommission über den Bau eines Gebäudes in Prag entscheiden."
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