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Veidemane, Elita


In der europäischen Presseschau wurden bisher 4 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.


Neatkarīgā - Lettland | 03.09.2010

Echte Letten sprechen nicht Russisch

Lettlands Verkehrsminister Kaspars Gerhards hat sich in einer Fernsehsendung geweigert, mit dem Moderator Russisch zu sprechen. Die nationalkonservative Tageszeitung Neatkarīgā rīta avīze findet das Verhalten des Politikers konsequent: "Gewiss, manche sind der Ansicht, es habe sich vor allem um ein Wahlkampfmanöver gehandelt, mit dem Gerhards in den Augen der Wähler als besonders strammer Nationalist dastehen wollte. Aber die meisten begrüßen vor allem die konsequente Haltung des Ministers in der Frage der Position des Lettischen als Nationalsprache. Nicht selten hört man sogar noch die Anmerkung: Warum nicht schon früher? Aber besser, die Erleuchtung kommt spät als nie. ... Auch der Staatspräsident [Valdis Zatlers] hält sich an ein früheres Versprechen und spricht nur Lettisch, und das ist zu begrüßen. Am drastischsten hat sich aber bereits im Februar 2008 Estlands Präsident Toomas Hendrik Ilves geäußert: Er weigerte sich Russisch zu sprechen, weil dadurch 50 Jahre sowjetischer Besatzung ignoriert würden."

Neatkarīgā - Lettland | 17.06.2010

Lettland ist bis heute okkupiert

In Lettland erinnert der Gedenktag am heutigen 17. Juni an den Beginn der sowjetischen Okkupation 1940. Die Tageszeitung Neatkarīgā rīta avīze zieht aus diesem Anlass Parallelen zwischen der Sowjetzeit und dem heutigen Lettland: "Dieser Tag erinnert an den Preis, den wir mit der Imitation einer glücklichen Sowjetgesellschaft 50 Jahre lang gezahlt haben. Auch heute imitieren wir: ein demokratisches, europäisches Land, bewohnt von zufriedenen Menschen mit - verschweigen wir es nicht - ihren Problemen, die sich aber lösen lassen, oder? Früher konnten wir unserer Unzufriedenheit mit der Politik am Küchentisch freien Lauf lassen, heute erfüllen diese Funktion die Kommentare im Internet. Aber es ändert sich nichts: Die Erniedrigung der Menschen durch die Machthaber ist die gleiche wie zu Sowjetzeiten - sie zwingen uns mit Gesetzen das auf, was sie selbst für richtig halten, während wir mit unserem Schweigen zustimmen. Der Unterschied liegt nur darin, dass es damals Fremde waren und heute unsere eigenen Leute sind."

Neatkarīgā - Lettland | 11.11.2009

Lettlands unbekannter Nationalfeiertag

In Lettland wird heute der Nationalfeiertag Lačplēša Diena zum Gedenken an die verstorbenen Soldaten des Landes begangen. Doch die meisten Letten wissen mit dem Datum nichts anzufangen, schreibt die nationalkonservative Tageszeitung Neatkarīgā Rīta Avīze: "Dass so viele Einwohner nichts über den Lačplēša Diena wissen und ihm keine Bedeutung zumessen, ist nicht allzu erstaunlich: Das ist eine Folge von Bildung und Erziehung in unserer wiederhergestellten Republik oder einfach der Kulturpolitik. Ziel ist es, Mitglieder einer offenen und liberalen Gesellschaft heranzuziehen. Darum sind die Menschen trotz ihrer tief verwurzelten lettischen Traditionen auch offen für Strömungen von außen und feiern beispielsweise Halloween oder den Valentinstag, und natürlich lässt sich mit dem Verkauf von Kürbismasken und rosa Herzchen auch mehr Geld verdienen. … In Lettland ist so eine ganze Generation herangewachsen, die die Geschichte ihres Heimatlands bestenfalls aus Filmen kennt."

Neatkarīgā - Lettland | 21.01.2009

Keine neue Barrikadenzeit

Die Tageszeitung Neatkariga Rīta Avīze lehnt den Vergleich zwischen den Ausschreitungen vom 13. Januar 2009 in Riga und dem Unabhängigkeitskampf 1991 ab: "Damals standen wir für Lettland ein, so simpel die damaligen Barrikaden auch waren. Damals steckte unser Staat noch in den Kinderschuhen, und wir selbst waren auch Kinder. Und Damals konnten wir uns nicht vorstellen, dass unsere unschuldigen Gedanken und Hoffnungen von anderen nur zur unrechtmäßigen Bereicherung missbraucht würden. Aber sind wir nicht auch selbst schuld? In den fetten Jahren haben wir uns von den europäischen Bürokraten einlullen lassen und fast alle Fabriken geschlossen, weil wir für Europa nur als Verbraucher interessant sind. Wir haben unsere Schiffe verschrottet, weil Europa schon genug Fisch hat, und wir haben unser Land verkauft, weil man uns viel Geld dafür versprochen hat. Sind wir dafür 1991 auf die Barrikaden gegangen?"

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