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Vervenne, Wouter
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In der europäischen Presseschau wurden bisher 2 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.
Trichet bedroht Griechenland
Der Präsident der Europäischen Zentralbank (EZB) Jean-Claude Trichet hat sich am Donnerstag gegen einen Schuldenerlass für Griechenland ausgesprochen. Die Wirtschaftszeitung De Tijd hält dies für gefährlich: "Die Schuldenkrise wird für die EZB vielleicht eine größere Herausforderung sein als die Handhabung der Preisstabilität. Trichet machte erneut deutlich, dass die EZB weiterhin eine Umschuldung Griechenlands ablehnt. Einer freiwilligen Verlängerung der griechischen Staatsanleihen steht er zwar positiv gegenüber. Doch die EZB beabsichtigt nicht, die abgelaufenen griechischen Anleihen in ihrem Portfolio zu erneuern. Das Signal könnte kontraproduktiv sein. Wenn die EZB sich nicht extra bemühen will, warum sollten es dann die Banken tun? Wenn alle Gläubiger dem Beispiel der EZB folgen, ist eine harte, schmerzhafte und gefährliche Neustrukturierung der griechischen Schulden mehr denn je unvermeidlich."
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Zu früh für strenge Währungspolitik
Die vorsichtig angekündigte Erhöhung des Leitzinses durch die Europäische Zentralbank kommt zu früh, warnt die Wirtschaftszeitung De Tijd: "Für die hohe Inflation sind vor allem die steigenden Rohstoffpreise verantwortlich. Selbst die strengste Währungspolitik ist nicht in der Lage, solche Auswirkungen zu verhindern. Doch die EZB muss versuchen zu verhindern, dass sich die höheren Rohstoffpreise weiter auf die Preise anderer Produkte und die Löhne auswirken. ... Die Risiken einer Lohn-Preisspirale in der Eurozone sind allerdings gering. Manche Unternehmen kämpfen weiterhin mit Überkapazitäten, denn die wirtschaftliche Aktivität liegt noch immer drei Prozent niedriger als zu Beginn des Jahres 2008, am Vorabend der Rezession. Außerdem sind zehn Prozent der Bevölkerung arbeitslos. Die Gefahr, dass Unternehmen ihre Preise stark erhöhen oder dass Gewerkschaften deutliche Lohnerhöhungen erzwingen, ist aus heutiger Sicht relativ klein. ... Es ist zu früh, um schon jetzt eine strengere Währungspolitik anzukündigen."
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