Bereichsmenü: Home
Home / Autorenindex
Vestring, Bettina
Die Texte von "Vestring, Bettina" als RSS-Feed abonnieren
In der europäischen Presseschau wurden bisher 3 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.
Telefónica will Kunden ausspionieren
Der spanische Telekommunikationskonzern Telefónica erwägt einen Verkauf der Bewegungsdaten von Handy-Nutzern an die Werbeindustrie. Die linksliberale Berliner Zeitung fürchtet die totale Überwachung: "Gemütlich bummeln Sie durch die Ladenpassage. Ein paar Momente bleiben Sie vor dem Fenster mit den Winterschuhen stehen, dann schauen Sie in die Auslage des Lampengeschäfts. Sie kaufen noch einen Lego-Bagger für Ihren kleinen Sohn, dann fahren Sie nach Haus. Und wissen dabei, dass jeder Schritt, den Sie tun oder lassen, aufgezeichnet und ausgewertet wird. Denn Ihr Handy, das Sie natürlich immer dabei haben, spioniert Sie perfekter aus als jeder James Bond. ... Kommt [das Tochterunternehmen, der Mobilfunkanbieter] O2 damit durch, werden andere Firmen folgen. Der technische Fortschritt, der die Smart Phones überhaupt erst möglich gemacht hat, wird ein weiteres, riesiges Loch in die Privatsphäre der Menschen reißen. Für die Bequemlichkeit, immer und von überall telefonieren und surfen zu können, bezahlen wir einen hohen Preis. Wie hoch, das beginnen wir gerade erst zu erahnen."
» zum ganzen Artikel (externer Link, deutsch)
Mehr aus der Presseschau zu den Themen » Unternehmen, » Verbraucher, » Medien, » Global
Sarrazins Argumente haben wahren Kern
Der Polit-Provokateur und Ex-Bundesbanker Thilo Sarrazin hat am heutigen Dienstag ein neues Buch veröffentlicht, Europa braucht den Euro nicht. Dieses Mal attackiert er nicht Migranten, sondern die gemeinsame Währung und behauptet, Deutschland wolle mit ihrer Rettung nur die Schuld für den Holocaust abbezahlen. Sarrazin ist ein Meister des Ressentiments, weil seine Argumente einen wahren Kern haben, analysiert die linksliberale Frankfurter Rundschau: "Es stimmt, dass Deutschland den Euro nicht nur wegen der Vorteile für die deutsche Wirtschaft einführte. … Bundeskanzler Kohl willigte in die Währungsunion ein, auch um die Ängste der Nachbarn zu besänftigen. Auch das, wohlgemerkt, im Interesse Deutschlands. Nur leider hat er das damals nicht offen gesagt. Das Verdruckste dieser Entscheidung legte die Grundlage für Sarrazins Polemik. Wie viel besser wäre es gewesen, Kohl hätte damals die Deutschen abstimmen lassen über die Einführung des Euro! Ein Referendum hätte jeder Verschwörungstheorie auf lange Sicht den Boden entzogen. Das ist eine Lektion, die die Europäer für künftige Gelegenheiten unbedingt beherzigen sollten."
» zum ganzen Artikel (externer Link, deutsch)
Mehr aus der Presseschau zu den Themen » EU-Politik, » Geschichte, » Deutschland, » Europa
Griechische Mauer hätte wach gerüttelt
Trotz Kritik hält Griechenland an seinem Plan fest, einen 12,5 Kilometer langen Zaun gegen illegale Einwanderer an der Grenze zur Türkei zu bauen. Die linksliberale Berliner Zeitung kritisiert, dass der ursprüngliche Plan eine 200 Kilometer lange Mauer zu bauen verworfen wurden: "Also geht es so weiter wie bisher: Mit Scheinwerfern, Blaulicht, Lautsprecheransagen und sogar Warnschüssen in die Luft werden die griechischen Grenzer versuchen, die unerwünschten Gäste fernzuhalten. Auch auf die Gefahr hin, wie die Organisation Pro Asyl berichtet, dass Flüchtlinge voller Panik in die Minenfelder rennen, die in den Jahren der griechisch-türkischen Feindschaft angelegt wurden. Mit dabei: 175 Grenzpolizisten aus anderen EU-Ländern, die mitsamt ihren Wachhunden, Nachtsichtgeräten und Hubschraubern zur Unterstützung der Griechen entsandt wurden. ... Vielleicht hätte die griechische Mauer unsere Selbstgefälligkeit zerstört. Einen langen, hohen, landschaftsverschandelnden Grenzzaun quer durch das antike Thrakien hätten auch wir nicht so einfach übersehen können. Die Festung Europa? Es gibt sie längst."
» zum ganzen Artikel (externer Link, deutsch)
Mehr aus der Presseschau zu den Themen » Krisen / Kriege, » EU-Nachbarschaft, » Griechenland, » Europa, » Türkei