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Wagner, Nicoletta


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In der europäischen Presseschau wurden bisher 2 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.


Neue Zürcher Zeitung - Schweiz | 12.01.2011

Haiti braucht politische Stabilität

Ein Jahr nach dem Erdbeben in Haiti konnte lediglich ein Bruchteil der Spendengelder ausbezahlt werden. Die liberal-konservative Neue Zürcher Zeitung sieht den Grund dafür in der fehlenden politischen Stabilität: "Ob die politischen Akteure in Haiti ihre Machtansprüche zurückstellen können zugunsten einer Übergangsregierung oder einer Verlängerung des Mandats von Präsident Préval, das am 7. Februar ausläuft, bleibt abzuwarten. Dem Land wäre damit mehr gedient als mit einem neuen Präsidenten, dessen notdürftig zusammengeflicktes Mäntelchen der Legitimität weiter Anlass wäre für Instabilität und Unruhen. Nötig ist eine politische Feuerpause, in der sich das am Boden liegende Land aufrichtet und die Wiederaufbauhilfe zu greifen beginnt. Ein 'grosser Wurf' für ein neues Haiti dürfte dabei eher in das Reich der Illusionen gehören, solange die Trümmer nicht beseitigt sind, die Cholera wütet, die Hälfte der Kinder nicht in die Schule gehen können und Hunderttausende in Zelten hausen."

Neue Zürcher Zeitung - Schweiz | 19.01.2010

Piñera muss Chiles Rechte modernisieren

Erstmals seit dem Ende der Militärdiktatur von Augusto Pinochet stellt die chilenische Rechte wieder den Staatspräsidenten. Sebastián Piñera hatte am Sonntag mit 52 Prozent der Stimmen die Stichwahl für sich entschieden. Die Ära des Mitte-Links-Bündnisses Concertación ist nun zu Ende, schreibt die Tageszeitung die Neue Zürcher Zeitung: "Die Verbindung liberaler Wirtschaftsregeln mit einer Sozialpolitik, die einer breiten Bevölkerung zugutekommt, liefert das Erfolgsrezept, das Piñera mit leichten Justierungen übernehmen will. Die Mittelklasse setzt im heutigen Chile eher auf wirtschaftliches Wachstum denn auf soziale Auffangnetze, auf die sie nicht mehr so stark angewiesen ist. Piñera, der reichste Mann des Landes, wird gut daran tun, der Abfederung des Wirtschaftskurses ein besonderes Augenmerk zu schenken, will er seine Felle nicht davonschwimmen sehen. Bewähren muss sich sein Lager auch als politische Kraft. ... Der Concertación im Wahlkampf mit Zugeständnissen Stimmen abzujagen, ist das eine. Die Rechte in Chile in die Moderne zu führen, ist das andere."

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