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Wagner, Peter


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In der europäischen Presseschau wurden bisher 2 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.


Magyar Narancs - Ungarn | 24.09.2008

Peter Wagner über den Kampf gegen den Terrorismus

Seit dem 11. September 2008 befindet sich der Kampf gegen den Terrorismus bereits im achten Jahr. Es habe bislang zwar Teilerfolge gegeben, doch sei ein strategischer Sieg noch in weiter Ferne, schreibt Peter Wagner im Wochenmagazin Magyar Narancs: "Zweifelsohne hat der Krieg gegen den Terrorismus positive Ergebnisse hervorgebracht. Vergleichbare Schrecken wie die Zerstörung des World Trade Centers sind in den vergangenen sieben Jahren nicht passiert, auch ist das Fliegen sicherer geworden. Die in Madrid, London und anderen europäischen Städten verübten Terroranschläge haben die Regierungen des alten Kontinents aufgerüttelt und ihnen gezeigt, dass auch sie vom internationalen Terrorismus nicht verschont werden. Als Konsequenz arbeiten die Geheimdienste der EU-Staaten heute viel enger zusammen. Überdies wurde die Aufmerksamkeit auf radikale islamistische Gruppierungen gelenkt, die sich in der EU versteckt halten. ... Das Haupteinsatzgebiet von Al-Qaida begrenzt sich seit einigen Jahren einerseits auf die Peripherie der westlichen Zivilisation, andererseits auf die islamische Welt. Vor allem müssen die nordafrikanischen Länder als potenzielle Rekrutierungs- und Zielorte der Terroristen betrachtet werden. Beweise hierfür sind die vielen Verhaftungen und Bombenexplosionen dort. ... Das militärische Abenteuer der USA im Irak muss als gescheitert betrachtet werden. ... Washington müsste endlich zur Einsicht gelangen, dass der Krieg gegen den Terrorismus – weder im Irak noch in Afghanistan und Pakistan – mit militärischen Mitteln gewonnen werden kann. Vielmehr müssten die Zivilgesellschaften in diesen Ländern von Grund auf gestärkt werden."

Frankfurter Rundschau - Deutschland | 29.04.2008

Peter Wagner über Einzelinteressen in der Demokratie

Berlusconi hatte bei den letzten Wahlen in Italien Erfolg, weil viele Wähler hofften, unter seiner Regierung ihren Geschäften weiter unbehelligt nachgehen zu können, auch wenn sie nicht ganz legal sind, schreibt der in Trient lehrende Soziologe Peter Wagner. "Viele der Wähler der neuen Regierung wissen, dass sie etwas tun, was sie gemäß republikanischem Ethos nicht tun sollten... Die Wahlen stellten das Volk dieses Landes vor die Alternative, ihr Gemeinwesen in Selbstbestimmung weiter entwickeln zu wollen oder in schnellen Schritten jeglichen Sinn eines Gemeinsamen verfallen zu lassen und dann kollektive Regelungen zugunsten der 'Freiheit' von Gruppen und Einzelnen, sich gegen andere durchzusetzen, nach und nach abzuschaffen... Gerade in den reichen und relativ demokratieerfahrenen Ländern Europas kann der rücksichtslose Verfolg von Einzelinteressen, die sich zu einer Wahlmehrheit summieren lassen, zu einer Aushöhlung der Demokratie führen, deren Folgen vielleicht weniger schnell sichtbar sind als die eines freiheitsfeindlichen Regimes, aber darum nicht weniger schwerwiegend."

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