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Wallisch, Gianluca


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In der europäischen Presseschau wurden bisher 3 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.


Der Standard - Österreich | 29.05.2013

Grillo an Wahlschlappe selbst schuld

Bei den italienischen Kommunalwahlen am Sonntag und Montag hat die Protestbewegung Movimento 5 Stelle von Beppe Grillo herbe Verluste hinnehmen müssen. Das wundert die linksliberale Tageszeitung Der Standard nicht, denn Grillo hat kein Konzept: "Gestern noch ein Messias (der wievielte eigentlich?), wird Beppe Grillo heute schon wieder in die Wüste geschickt. Wenig ist übrig vom Triumph vergangener Monate, als dem zornigen Starkomiker ein Viertel aller Italiener bei den Parlamentswahlen im Februar das Vertrauen schenkte. Schon bei den Regionalwahlen im Friaul zeichnete es sich ab, und jetzt wurde es bei den Kommunalwahlen bestätigt: Auch Grillo hat nicht ein einziges Rezept zu bieten, um die Probleme des Landes zu lösen. Die Italiener verstehen das. Und sie ziehen die Konsequenzen. Die Schuld an seinem raschen Niedergang dürfte Grillo selbst tragen. Es ist eben fatal, zu Wahlen anzutreten, dann aber jede Form von demokratischem Diskurs zu verweigern."

Der Standard - Österreich | 02.02.2013

Rajoy steht mit dem Rücken zur Wand

Spaniens Premier Rajoy hat sämtliche gegen ihn erhobenen Korruptionsvorwürfe am Samstag als falsch zurückgewiesen. Dennoch steht Spaniens Glaubwürdigkeit auf dem Spiel, warnt die linksliberale Tageszeitung Der Standard vor Rajoys Treffen mit Bundeskanzlerin Angela Merkel am heutigen Montag in Berlin: "Spätestens dort muss er der wohl mächtigsten EU-Regierungschefin und dann - bei der gemeinsamen Pressekonferenz - den internationalen Medien Rede und Antwort stehen. Und dabei steht nichts weniger auf dem Spiel als die Glaubwürdigkeit Spaniens. Rajoy steht mit dem Rücken zur Wand. Er täte gut daran zu erkennen, dass seine bisher bewährte Taktik - Luft anhalten, abtauchen, abwarten, auftauchen - nicht mehr funktionieren kann. Er ist nicht mehr der einflussreiche Regionalpolitiker, der in Galicien niemanden fürchten muss, sondern oberster Repräsentant eines EU-Mitgliedslandes, das unter den Augen der Weltöffentlichkeit seit Monaten am fiskalpolitischen Abgrund balanciert. Fällt er, könnte auch Spanien fallen."

Der Standard - Österreich | 03.07.2012

Vatikan lehnt Reformen weiter ab

Papst Benedikt XVI. hat den umstrittenen Regensburger Bischof Gerhard Ludwig Müller zum neuen Präfekten der Glaubenskongregation ernannt, das teilte der Vatikan am Montag mit. Mit dieser Wahl haben sich Hoffnungen auf Reformen in der katholischen Kirche wieder einmal zerschlagen, bedauert die linksliberale Tageszeitung Der Standard: "Die romtreue Kirche heißt den Dogmatik-Professor erfreut willkommen, Reformkreise schreien aber entsetzt auf. Kurioserweise stehen sie dabei auf der gleichen Seite wie die erzkonservativen Piusbrüder: Sie wettern gegen den 'Glaubensbock' der 'vom Teufel gerittenen Konzilskirche'. Wer gehofft hatte, der Amerikaner William Joseph Levada würde nun von einem reformfreundlicheren Geistlichen abgelöst, wurde - natürlich - enttäuscht. Es musste doch klar sein: Justament bei der Bestellung des obersten Hüters der Glaubenslehre werden nicht neue Zeiten anbrechen. Diese lassen ja auch beim Fußvolk der Amtskirche seit langem auf sich warten."

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