Bereichsmenü: Home
Home / Autorenindex
Wijnberg, Rob
Die Texte von "Wijnberg, Rob" als RSS-Feed abonnieren
In der europäischen Presseschau wurden bisher 4 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.
Rob Wijnberg will nicht nur Homo oeconomicus sein
Das Leben wird heute nur noch von der Wirtschaft bestimmt und Politiker sind zu Buchhaltern verkommen, kritisiert der Chefredakteur der liberalen Tageszeitung nrc.next, Rob Wijnberg: "Minister sorgen sich um Produktivität, Kosteneinsparungen und Effektivität. Bürger sind Verbraucher, Patienten sind Pflegekunden, Studenten sind Konsumenten des Bildungsangebots, Immigranten sind billige Arbeitskräfte und Alte steigende Kostenfaktoren. Das Bruttosozialprodukt ist der Maßstab für unser Wohlbefinden. Willkommen bei der Niederlande AG. ... Wer die Welt beschreibt, als ob sie nur aus rationalen und materiellen Prozessen bestehe, ohne dass moralische Interessen oder Gefühle eine nennenswerte Rolle spielen, beschreibt sie nicht nur unvollständig, sondern sogar außergewöhnlich schlecht. ... Die heutige führende Klasse ist so gefangen in ihrer Vorstellung von der Gesellschaft als Ökonomie und vom Menschen als Homo oeconomicus, dass sie die Moral aus den Augen verloren hat. ... Die politischen Führer täten gut daran, das Reden über Wachstum häufiger mit Gerechtigkeit zu verknüpfen, Quartalszahlen häufiger durch eine Zukunftsvision zu ersetzen und Wohlstand durch Wohlbefinden."
» weiterführende Informationen (externer Link, niederländisch)
Mehr aus der Presseschau zu den Themen » Politik, » Niederlande
Rob Wijnberg nennt die Gründe für die niederländische Identitätssuche
Seit mehreren Jahren beschäftigen sich die Niederlande mit der Suche nach ihrer nationalen Identität. Fünf Gründe wecken das Verlangen nach Gemeinsamkeit, schreibt der Philosoph Rob Wijnberg in der Tageszeitung NRC Handelsblad, und zwar Individualisierung, Entideologisierung, Ökonomisierung, Globalisierung und Medialisierung: "Der auf sich selbst angewiesene Konsument, der in einer weiten Welt ohne Wahrheit wohnt, hat ein Bedürfnis nach einer deutlich abgegrenzten Gemeinschaft, die Geborgenheit mit Hilfe einer gemeinsamen Moral bietet. Das stürmische Aufkommen der [rechtspopulistischen Partei für die Freiheit] PVV muss einen daher auch nicht überraschen. Die Partei widerspricht der Individualisierung, indem sie die Moral der Mehrheit über die Freiheit des (ausländischen) Individuums stellt; sie füllt die ideologische Leere, indem sie die nationale Kultur zur absoluten Norm erhebt; sie bekämpft die Ökonomisierung des öffentlichen Systems; sie nimmt deutlich Stellung gegen globale Institutionen wie den 'Superstaat Europa', und sie kultiviert wie kein anderer das Misstrauen und den Zynismus, die durch die Massenmedien geweckt wurden."
» zum ganzen Artikel (externer Link, niederländisch)
Mehr aus der Presseschau zu den Themen » Innenpolitik, » Weltanschauung, » Niederlande
Verschwörungstheorien erwachsen aus Misstrauen
Der Klimawandel ist eine Erfindung von Umweltaktivisten und hinter der Schweinegrippe steckt die Pharmaindustrie: Verschwörungstheorien sind im 21. Jahrhundert populär. Kein Wunder, meint der Philosoph Rob Wijnberg in der Tageszeitung nrc.next: "Die Kluft zwischen Bürgern und Politik spielt dabei auch eine Rolle. Viele Menschen hegen derzeit ein tiefes Misstrauen gegen Machthaber und Regierungen. Dadurch klingen Theorien, die beschreiben, wie die Welt hinter ihrem Rücken durch eine allmächtige Elite gelenkt werden soll, umso plausibler. Komplotte gedeihen gut in Zeiten des Misstrauens. Im 21. Jahrhundert gibt es außerdem genug Anlass zu Spekulationen. So wurde gelogen über Massenvernichtungswaffen im Irak, um einen Krieg zu rechtfertigen; so hat eine kleine Gruppe Banker eine weltweite ökonomische Krise verursacht und sammeln Obrigkeiten immer mehr sensible Privatinformationen. Dann kann man als Staat auch nur wenig Vertrauen erwarten."
» weiterführende Informationen (externer Link, niederländisch)
Mehr aus der Presseschau zu den Themen » Philosophie, » Global
Rob Wijnberg über den modernen Mensch im Entscheidungsstress
Rob Wijnberg beschäftigt sich in der Wirtschaftszeitung NRC Handelsblad mit dem modernen Menschen und der ständigen Notwendigkeit, Entscheidungen zu treffen: "Dieses positive Freiheitskonzept macht deutlich, warum sich Menschen gegenüber einer wachsenden Zahl von Wahlmöglichkeiten unfreier fühlen. Denn je mehr Wahlmöglichkeiten es gibt, desto weniger unterscheiden sie sich voneinander. Und je kleiner der Unterschied zwischen den Wahlmöglichkeiten ist, desto weniger Gründe bleiben auch, das eine dem anderen vorzuziehen. ... Das wurde noch verstärkt durch das Aufkommen der Massenmedien, durch die 1001 Wahrheiten durcheinander liefen und miteinander wetteiferten. ... Entscheidungsstress ist ... nicht nur eine Frage von Luxus oder Überfluss, sondern auch von Erziehung, Technologie und Zeitgeist. Die Jugendlichen von heute wachsen in einer Zeit auf, in der eigentlich jeder in etwa mit den Eltern, der Politik und mit dem anderen einer Meinung ist. Dadurch haben wir weniger starke Vorlieben und auch eine weniger starke Identität entwickelt als manchmal nützlich ist in einer Gesellschaft, in der man zu jeder Stunde des Tages wieder eine neue Wahl treffen muss."
» weiterführende Informationen (externer Link, niederländisch)
Mehr aus der Presseschau zu den Themen » Philosophie, » Niederlande