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Witzmann, Erich
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In der europäischen Presseschau wurden bisher 5 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.
Mehr Werbung für Technik-Studiengänge
Seit über einer Woche protestieren tausende Studenten an mehreren österreichischen Universitäten unter anderem gegen überfüllte Hörsäle. Mit Blick auf die vielen freien Studienplätze an den Technischen Universitäten, schreibt Die Presse, dass die Regierung die Studierenden stärker auf bessere Zukunftaussichten bei technischen Studiengängen hinweisen sollte: "Es zeugte sicher von wenig Fingerspitzengefühl, dass [Wissenschafts-]Minister [Johannes] Hahn wieder von den - in der Koalition mit der SPÖ unrealistischen - Studiengebühren sprach und damit die Demonstranten erst richtig aufbrachte. Gleichzeitig ist es wenig hilfreich, wenn sich jetzt die Regierungsspitze selbstgefällig zurücklehnt und den gerade erst für Brüssel nominierten Hahn allein im Regen stehen lässt. Die Finanzierung der Unis ist ein allgemeines Problem. Und lediglich der Hinweis, dass an den Technik-Unis Studierende mit offenen Armen empfangen werden, ist zu wenig. Man sollte mehr über die dort lohnende Herausforderung des Studierens und in weiterer Folge über lohnende Jobchancen sprechen."
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Mehr aus der Presseschau zu den Themen » Österreich
Analphabeten sind benachteiligt
In Österreich gibt es rund 300.000 funktionale Analphabeten, also Menschen, die zwar Buchstaben erkennen und kurze Wörter schreiben können, jedoch nicht in der Lage sind, einen längeren Text zu verstehen. Anlässlich des Unesco-Welttags der Alphabetisierung am 8. September ist die Tageszeitung Die Presse über diese Zahl besorgt: "Ein Schulsystem, das nur Leistungsgruppen und die ständige Höherqualifikation zum Ziel hat, ... übersieht, dass eine profunde Basisausbildung für eine nicht so kleine Bevölkerungsschicht das Gebot der Stunde ist. Die Spitze, nämlich die Hochbegabten, erhält kaum eine Förderung, die unterste Basis ebenfalls nicht. ... Das hilft den funktionalen Analphabeten, die den Sinn eines Textes nicht erfassen können, nicht. Sie sind im Arbeitsleben und im privaten Bereich (etwa bei der Führerscheinprüfung) benachteiligt, sie sind die ersten Opfer auf dem Arbeitsmarkt. Die Arbeitsmarktdaten bestätigen dies, nicht in Entwicklungsländern, sondern auch im hoch industrialisierten Europa. Österreich ist da keine Ausnahme."
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Mehr aus der Presseschau zu den Themen » Innenpolitik, » Österreich
Österreichische Lehrer besser bezahlen
Der Ansturm auf die Pädagogischen Hochschulen in Österreich schlage in diesem Jahr alle Rekorde und mache das Sicherheitsbedürfnis junger Menschen gerade in der Krisenzeit deutlich sichtbar, schreibt die Tageszeitung Die Presse: "In der gesamten Schuldiskussion wird stets der Ruf nach den Besten für den pädagogischen Beruf laut. Die Besten - egal ob männlich oder weiblich - werden aber immer noch durch attraktive Gehälter angesprochen. Und gerade da liegt es im Schuldienst im Argen. Die von der Unterrichtsministerin geplante Besoldungsreform, die freilich von einem gleichbleibenden Lebenseinkommen ausgeht, wird da auch nur ein erster Schritt sein - und wer weiß schon, wann der Finanzminister wirklich grünes Licht dafür geben wird. Hier sollte die Ministerin mit engagierter Überzeugungskraft und im eigenen Wirkungsbereich rasch handeln. Und dann könnten (ganz ohne Streit) bestens bezahlte Pädagogen auch eine höhere Unterrichtsleistung erbringen."
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Eine Stunde Mehrarbeit für Lehrer wäre ein guter Kompromiss
Die österreichische Schulministerin Claudia Schmied möchte alle Lehrer ihres Landes mehr unterrichten lassen. Von ihrer ursprünglichen Idee zweier zusätzlicher Stunden ist sie abgerückt und schlägt nun nur noch eine weitere Stunde vor. Das kommentiert die Tageszeitung Die Presse: "In der öffentlichen Diskussion werden gerne die Lehrer an der Basis der reformresistenten 'Betonfraktion' aus der Gewerkschaft gegenübergestellt. In diesem konkreten Fall stimmt diese Annahme aber nicht: Hier passt zwischen Pädagogen und Gewerkschaft kein Blatt Papier. Da sind sie einer Meinung. Es müsste also wieder eine Rückkoppelung von den Gewerkschaften hin zu den Konferenzzimmern stattfinden, um die Lage zu entschärfen. Wenn die Lehrervertreter noch einen Bonus an Land ziehen können - etwa eine spürbare Verminderung des täglichen bürokratischen Aufwands -, dann ergäbe sich automatisch eine Lösung: Die Pädagogen sehen ihre tägliche Arbeit auch mit der neuen Stunde nun zielorientierter, die Ministerin hätte den Spareffekt für ihr Budget."
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Österreich schafft Studiengebühren ab
In Österreich werden die Studiengebühren abgeschafft. Die Presse kritisiert die Entscheidung. "Vieles spricht dafür, dass jene, die in den Genuss eines akademischen Abschlusses und in der Folge zu besseren Verdienstchancen kommen, auch etwas dafür zahlen. Und sei es auch nur einen nicht allzu hohen Teilbetrag, wie das bei 363 Euro pro Semester bis zum nächsten Jahr noch vorgeschrieben ist. In einem Punkt haben allerdings die Universitäten bzw. der Finanzgeber Österreich versagt: Die Studienbedingungen sind nicht entscheidend verbessert worden. Massenvorlesungen und Massenprüfungen gibt es noch immer. ... Studiengebühren ja, aber gleichzeitig moderne Hochschulen auf dem letzten Stand, gleichzeitig ausreichende Finanzmittel für Lehre und Forschung. Nur Nein sagen wie die SPÖ, nur Ja sagen wie die ÖVP wird den Bedürfnissen der Universitäten nicht gerecht."
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