Bereichsmenü: Home
Home / Autorenindex
de Andrade, Sérgio
Die Texte von "de Andrade, Sérgio" als RSS-Feed abonnieren
In der europäischen Presseschau wurden bisher 4 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.
Ganz gutes Jahr für Portugal
Portugal hat das Krisenjahr 2010 wenig Gutes gebracht, doch Sérgio Andrade bewertet es positiv - im Vergleich mit dem kommenden Jahr. In der Tageszeitung Jornal de Notícias schreibt er in seiner wöchentlichen Kolumne: "Ich werde ein einziges Mal Optimist und auch nur ein Mal Pessimist sein. Der optimistische Blick liegt auf dem endenden Jahr. Denn es ist wohltuend festzustellen, dass die Menschen großzügig sein können. Seit Wochen werden wir von Institutionen verfolgt und vom Rundfunk bombardiert - alle bitten uns um Hilfe für die Armen. ... Schade nur, dass diese nationale Solidaritätswelle sich lediglich zu Weihnachten erhebt - als ob die Unglücklichen im restlichen Jahr nichts essen würden. Der pessimistische Blick geht ins kommende Jahr. Denn wir wurden gewarnt: Es wird alles noch schlimmer als es schon ist. Es werden Gehälter und Renten gekürzt, und inzwischen begrüßen wir das neue Jahr schon traditionell mit Preiserhöhungen. ... Als ob 2010 nicht schon schlimm genug gewesen wäre, gibt es die Perspektive auf ein noch schlimmeres 2011."
» zum ganzen Artikel (externer Link, portugiesisch)
Mehr aus der Presseschau zu den Themen » Innenpolitik, » Wirtschaft, » Gesellschaft, » Portugal
Nicht nur Weihnachten großzügig sein
Die Tageszeitung Jornal de Notícias erinnert an die sozialen Ungleichheiten und findet, dass die Menschen nicht nur zu Weihnachten großzügig sein sollten: "Im Dezember scheinen alle Länder zu entscheiden, dass dies der Monat ist, in dem alle gut sein müssen. In den Supermärkten werden uns Plastiktüten in die Hand gedrückt, die wir mit Lebensmitteln für die Bedürftigen füllen sollen; in den Krankenhäusern werden Feste organisiert, um den Kranken eine Freude zu bereiten; jeder Radio- und Fernsehsender hat seine eigene Wohltätigkeitskampagne. Und nach dem 6. Januar kehrt das normale Alltagsleben wieder ein. Dann sind wir wieder weniger großzügig. Wie überleben die Armen und die Kranken den Rest des Jahres? ... Mich lässt leider nicht mal Weihnachten vergessen, wie böse diese Welt ist. Dass Menschen verhungern, während ein bekannter Fußballspieler klagt, weil er weniger als 15.000 Euro im Monat verdient, oder dass es Obdachlose gibt, während gegen Bankmanager ermittelt wird, weil sie täglich Millionen in die eigene Tasche steckten. Solange es solche krassen Unterschiede in der Gesellschaft gibt, sollte man nicht nur zu Weihnachten von uns verlangen, großzügig zu sein!"
» zum ganzen Artikel (externer Link, portugiesisch)
Mehr aus der Presseschau zu den Themen » Minderheiten, » Weltanschauung, » Global
Portugals pragmatische Energiepolitik
Portugal hat mit Venezuela ein Abkommen über die Lieferung von rund 100.000 Barrel Rohöl pro Jahr geschlossen. Sérgio Andrade überlegt, ob der Deal ethisch gerechtfertigt ist. "Gibt es Kriterien, mit denen man eine echte Demokratie bestimmen kann?... Venezuela ist gewiss ein recht seltsames Land. Sein Präsident macht 'störende' Medien dicht. Das ist in China nicht der Fall..., dort werden erst gar keine freien Medien zugelassen. Verdient es China, dass mit ihm weniger über Wirtschaft diskutiert wird als mit Venezuela? Angesichts eines solchen Idealismus muss man einen gewissen Pragmatismus an den Tag legen. Unser Premier tut das... In Venezuela leben 400.000 Portugiesen und das Land ist der viertgrößte Erdöl-Produzent der Welt. Zudem hat Chavez versichert, der wolle 'eine sichere Energiequelle für Portugal' sein."
» zum ganzen Artikel (externer Link, portugiesisch)
Mehr aus der Presseschau zu den Themen » Internationale Beziehungen, » Energie, » Portugal, » Lateinamerika
Medienhysterie in Portugal wegen Verschwinden eines britischen Kindes
Sergio Andrade beklagt, dass Portugal in Hysterie verfallen ist, seit vor zehn Tagen ein kleines britisches Mädchen verschwunden ist. "Die Fernsehsender machen sich über die Geschichte her und schlachten sie schamlos aus. Portugals Präsident wird bedrängt einzugestehen, er sei 'beunruhigt', habe aber 'Hoffnung'... Die Regierung teilt mit, sie werde den Eltern des Mädchens alle Kosten des erzwungenen Aufenthaltes in Portugal erstatten und räumt so völlig ohne Anlass eine Schuld der Regierung oder der Institutionen des Landes ein. Wer ist nach dem Präsidenten und der Regierung dran? Das Parlament? Im Laufe der Tage haben die Medien auch noch andere Aspekte des Problems beleuchtet. Sie haben portugiesische Familien befragt, deren Kinder verschwunden sind. Alle haben gesagt, die Polizei habe in ihrem Fall nicht den gleichen Einsatz gezeigt wie jetzt. Doch welchen Unterschied macht das? Die Antwort findet man in einer Schlagzeile des Jornal de Noticias: 'Das Land sucht ein blondes Mädchen mit blauen Augen'. Eine Ausländerin also!... Man hat in diesen Tagen den Eindruck, dass Portugal sich wie ein Land der vierten Welt aufführt."
» zum ganzen Artikel (externer Link, portugiesisch)
Mehr aus der Presseschau zu den Themen » Audiovisuelle Medien, » Printmedien, » Portugal