Navigation

 

Home / Autorenindex


Alexander, Dietrich


In der europäischen Presseschau wurden bisher 4 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.


Die Welt - Deutschland | 28.10.2009

Schwache Rechtssprechung lässt Scientology triumphieren

In einem mit Spannung erwarteten Urteil hat ein Pariser Strafgericht die religiöse Bewegung Scientology sowie mehrere ihrer führenden Mitarbeiter des bandenmäßigen Betrugs für schuldig befunden und mit hohen Strafen belegt. Die von der Staatsanwaltschaft geforderte Auflösung der in Frankreich als Sekte eingestuften Bewegung wegen Betrugs sei allerdings aus zwei Gründen nicht möglich gewesen, schreibt die konservative Welt: "Der gesetzgeberische [Grund]: Im Zuge eines Reformpakets zur Rechtsvereinfachung wurde ein Strafrechtspassus 'aus Versehen' gestrichen, der ein Verbot ermöglicht hätte. Der gesellschaftspolitische [Grund]: Das Gericht hätte sich natürlich zur Urteilsverkündung auf einen Zeitpunkt vertagen können, da der fehlende Zusatz wieder eingepflegt worden wäre. Doch dazu fehlte offenbar der Wille. ... Obschon Scientology krimineller Machenschaften überführt wurde, zieht die französische Justiz nicht die daraus resultierende Konsequenz. Scientology kann die Geldstrafen aus der Portokasse begleichen und weiter Quasi-Enteignungen vornehmen. Kein Ruhmesblatt für Justitia. Herzlichen Glückwunsch, Scientology!"

Die Welt - Deutschland | 11.02.2008

Die Türkei lockert das Kopftuchverbot

"Nur keine Panik", kommentiert Dietrich Alexander. "Die Türkei hat in einem demokratischen Entscheidungsprozess das Kopftuchverbot an Universitäten gelockert. Das Land hat sich damit von einer überkommenen und mehr als 80 Jahre alten Fessel kemalistischer Gesetzgebung befreit und sich auf seiner Suche nach eigener Identität ein Stück weit ehrlicher gemacht... Es wäre aber nicht gut, wenn die konservativ-islamische Regierungspartei von Premier Erdogan ihre komfortable Parlamentsmehrheit zu weiteren, von den säkular orientierten Türken als Tabubrüche empfundenen Schritten nutzte, etwa zum Verbot von Alkoholgenuss in der Öffentlichkeit, Bevorzugung der Absolventen religiöser Imam-Hatip-Schulen oder züchtig-rigide Bademode. Es geht schließlich um das Einvernehmen mit der städtischen Elite des Landes."

Die Welt - Deutschland | 13.07.2006

Nahost-Konflikt eskaliert

"Null Toleranz! Bei Geiselnahmen israelischer Staatsbürger, und natürlich ist ein Soldat auch ein Staatsbürger, kennt die Regierung von Premier Ehud Olmert keine Kompromisse. Das hat gute Gründe, etwa die Erpressbarkeit, ließe sie sich auf einen wie auch immer gearteten Handel mit den militanten Extremisten im Gaza-Streifen auf der einen und der schiitischen Hisbollah-Miliz im Südlibanon auf der anderen Seite ein", schreibt Dietrich Alexander. "Dennoch muss die Frage erlaubt sein: Ist Angriff die beste Verteidigung in der Lage, in der sich Israel derzeit befindet? Es droht ein Zweifrontenkonflikt, der sich im Libanon sehr schnell zu einem wahrhaften Krieg auswachsen könnte... Die libanesische Regierung darf indes nicht den Fehler machen, Israels Ernsthaftigkeit zu unterschätzen... Der Libanon, von der jahrzehntelangen syrischen Knute gerade befreit, sollte seine langsam wieder erstarkende Kraft nicht vergeuden in einem Krieg, in den falsche Freunde das Land treiben wollen und den es nicht gewinnen kann."

Die Welt - Deutschland | 26.04.2006

Tourismus und Terrorismus

Die Terroristen, die die Anschläge im ägyptischen Dahab verübt haben, wollten "die westliche Lebensart in ihrem Kern treffen", meint Dietrich Alexander. "Eine Lebensidee, die sich in ihrer Liberalität dem totalitär ausgelegten islamischen Modell fanatisierter Eiferer widersetzt und es in deren Augen offen herausfordert. Und sie wollen solche Strukturen treffen, die sich der westlichen Lebensform 'ergeben' haben. Immer öfter geraten deshalb globalisierter Tourismus und globaler Terrorismus in eine unheilvolle Beziehung zueinander. Die Urlaubsparadiese dieser Erde sind mehr und mehr die bevorzugten Schlachtfelder der selbsternannten Gotteskrieger, die durch blindwütigen Mord ihre Religion pervertieren. Niemand ist sicher, nirgends."

» Autorenindex


Weitere Inhalte