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Amaral, Luciano
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In der europäischen Presseschau wurden bisher 2 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.
Luciano Amaral für europäische Vielfalt
Für Luciano Amaral zeugt die Idee eines gemeinsamen europäischen Geschichtsbuches von einem falschen Verständnis des Föderalismuskonzepts der EU. "Dieses Buch steht für die Spannung zwischen zwei Ideen von Europa: Die eine ist, dass die Staaten, die sich so abgemüht haben, um sich herauszubilden, erhalten bleiben, und die andere ist, dass sich diese Staaten in eine einzige, große, europäische Einheit integrieren müssen. Aber dieses zweite Konzept, das immer mehr Anhänger findet und deren Ausdruck der Verfassungsentwurf ist, widerspricht absolut den Gründen für die bisher erfolgreiche europäische Integration... Der Zentralstaatsgedanke verweist auf die schlimmsten Ursachen der gewalttätigsten europäischen Konflikte. Im Unterschied dazu ist die Europäische Union, wie sie heute existiert - dezentralisiert, subtil und vielfältig - ein großer politischer und wirtschaftlicher Erfolg, ein Synonym für Frieden und Wohlstand... Welchen Grund gibt es, etwas zu verpfuschen, was gut funktioniert?"
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Der Niedergang der westlichen Werte
"Die Christen der westlichen Welt müssen jeden Tag unglaubliche Beleidigungen ertragen: Christus als Homosexueller, Maria als Prostituierte usw. Und wenn sie nur die geringste Empörung zeigen, hagelt es gleich Proteste gegen sie, indem man die heilige Meinungsfreiheit anführt", schreibt Luciano Amaral, Wirtschaftswissenschaftler an der Neuen Universität von Lissabon. "Wenn jetzt eine dänische Zeitung hingeht und ein paar armselige Karikaturen Mohammeds veröffentlicht, dann legt plötzlich die Hälfte der westlichen Intellektuellen religiöse Sensibilität gegenüber dem Islam an den Tag, zeigt Reue, entschuldigt die Gewaltausbrüche der Moslems und bittet uns um Verständnis für diese, weil sie die volle Arroganz des Westens ertragen müssen... Der Hass mancher Westler gegen ihre eigene Kultur ist eines der faszinierendsten Phänomene der Gegenwart. Wenn in einer Kultur nicht mal mehr die Überlebensinstinkte funktionieren, verdient sie es vielleicht auch nicht weiter zu existieren."
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