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Angelow, Georgi


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In der europäischen Presseschau wurden bisher 3 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.


Sega - Bulgarien | 25.07.2011

Bulgarien kreditwürdiger als Restbalkan

Die Rating-Agentur Moody's hat erstmals seit fünf Jahren Bulgariens Kreditwürdigkeit um einen Punkt erhöht. Nach Slowenien nimmt Bulgarien damit den Spitzenplatz unter den Balkanländer ein. Doch die Tageszeitung Sega gibt sich damit nicht zufrieden: "Es reicht nicht mehr aus, uns lediglich mit den Balkanländern zu vergleichen. Unser Land muss die führenden neuen EU-Mitglieder einholen und sogar versuchen das Niveau der großen europäischen Staaten zu erreichen. Zur Zeit liegt Bulgariens Rating ganze vier Stufen unter Estland, Tschechien und der Slowakei. ... Das Bonitäts-Rating Deutschlands ist sogar ganze acht Stufen höher. Zudem warnt Moody's das Rating wieder herabzustufen, sollte Bulgarien sein Haushaltsdefizit und seine Auslandsverschuldung erhöhen. Das heißt, es gibt noch viel zu tun. Die aktuelle Verbesserung des Ratings darf nicht als Endpunkt, sondern vielmehr als Beginn der Bemühungen angesehen werden, das Vertrauen der Investoren in Bulgarien wieder herzustellen."

Dnevnik - Bulgarien | 28.03.2011

Pakt für den Euro schadet armen Ländern

Um weitere Schuldenkrisen in Euroländern zu verhindern, einigten sich die Staats- und Regierungschefs der Eurozone am vergangenen Donnerstag auf einen Stabilitätspakt für den Euro. Die Tageszeitung Dnevnik hält den Vertrag aber für diskriminierend: "In keiner Weise wurden die Länder außerhalb der Eurozone in die Verhandlungen einbezogen. Trotzdem wurden sie einem enormen politischen Druck ausgesetzt, ihre 'freiwillige' Unterstützung des Pakts zu erklären. Der Pakt verstößt offensichtlich gegen das Prinzip der Gleichbehandlung in der EU und dient zur Durchsetzung einer Politik, die den armen Ländern und ihrem Wirtschaftswachstum schadet. Im Pakt für den Euro ist die Rede von Koordinierung und Harmonisierung der Steuern. Das hat aber nichts mit der Stabilität des Euro zu tun, sondern wird hauptsächlich von Frankreich vorangetrieben und seinem Wunsch, niedrige Steuersätze zu verbieten. ... Wenn die armen Länder aber dieselben hohen Steuersätze haben wie die reichen, werden sie niemals Wachstum und Wohlstand erreichen."

Dnevnik - Bulgarien | 11.07.2007

Irland als Vorbild für bulgarische Wirtschaftsreformen?

Irland war in den 1980er Jahren noch ein relativ armes, wirtschaftlich schwaches Land. Aus dieser Situation erwuchs ein sozialer Pakt, der ein geringes Wachstum der Löhne vorsah, um die Wirtschaft anzukurbeln und die Staatsausgaben zu drosseln. Parallel dazu wurden radikale Reformen durchgeführt. Was kann Bulgarien von Irland lernen, fragt der Wirtschaftswissenschaftler Georgi Angelow: "Die [bulgarischen] Gewerkschaften verfolgen nur das Ziel einer schnellen Anhebung der Löhne. Im Unterschied zu Irland führt die Regierung allerdings keine Reformen durch. Und wenn sie verspricht etwas zu tun, wird das auf einen unbestimmten Tag in der Zukunft verschoben. Im Unterschied zu den Iren ist den Bulgaren noch nicht klar, dass die Wirtschaft mehr produzieren muss, damit die Löhne angehoben werden können. Sie verstehen nicht, dass der Staat weniger ausgeben darf, damit mehr Geld bei den Arbeitnehmern verbleiben kann."

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