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Arrabal, Fernando
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In der europäischen Presseschau wurden bisher 2 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.
Fernando Arrabal über Provokation
Der spanische Künstler Fernando Arrabal hat in Brüssel der Aufführung seines Stücks 'Jungfrau für einen Gorilla' beigewohnt. Im Interview mit Catherine Makereel spricht der Mitbegründer der 'Panik'-Bewegung über sein Verhältnis zur Provokation. "Ich war niemals ein Provokateur. Solche Worte haben ein Eigenleben. Ich benutze sie manchmal, um auf unerträgliche Ereignisse zu reagieren. Provokation ist wie Liebe, Glück, Erfolg - man kann es nie vorhersehen... Ich habe [1972] im 'Brief an General Franco' geschrieben, dass ich auf Gott und die Heimat scheiße. Aber andere hätten es eher verdient, ins Gefängnis zu gehen. Beckett hat den schönsten Brief zu meinem Prozess geschrieben. Er hat das geschrieben, was er heute über Houellebecq sagen würde: 'Es ist schon schlimm genug, was der Dichter erleiden muss, um zu schreiben, ehrwürdige Richter, machen sie seinen Schmerz nicht noch schlimmer."
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Plädoyer für Humor
Am heutigen 28. Dezember, dem Tag der heiligen unschuldigen Kinder, an dem in Spanien traditionell wahnwitzige Streiche gespielt werden, sinniert der Dramatiker Fernando Arrabal über den Humor – und das auch noch auf amüsante Weise. "Paradoxerweise spricht man realistisch über die Utopie, hasserfüllt von der Liebe, ernst über den Humor und raffiniert über platte Witze. Und erzählt mit Wehmut von Onanisten, die alleine in Flitterwochen fahren... Die Spezialisten an den Universitäten haben dem Humor Farben zugeordnet: rosa, blau, grün und schwarz. Meiner bescheidenen Ansicht nach übertrumpft und überlappt jedoch die letzte Farbe alle anderen." Weiter erinnert Arrabal daran, dass "die Akademie der 'umoristi' 1602 in Rom gegründet wurde, um dem Wahnwitz Glanz, der Übertreibung Pracht zu verleihen und Herrlichkeit einer Fantasie, die so zum Lachen reizt wie das Gas."
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