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Arsever, Sylvie
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In der europäischen Presseschau wurden bisher 4 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.
Italiener erheben sich gegen den Döner
Die Tageszeitung Le Temps kommentiert die derzeitige Anti-Döner-Kampagne und die feindliche Einstellung gegen das so genannte "ausländische Fastfood" in Italien: "Mann soll vermeiden, Kebab zu essen. Er ist fett, salzig und er verklebt die Adern. ... Außerdem wird er im Allgemeinen von Ausländern hergestellt, die nicht alle Garantien für eine gute Anpassung an die italienische Ernährungsweise geben können. ... Neben den Kebabs zielt die Auseinandersetzung auch auf das Chop-Suey-Hähnchen und den Fisch im Sushi ab. Weiß man, woher sie kommen? Die französische Küche bleibt verschont. Die diätetischen Tugenden von Steak-Pommes-Béarnaise sind weiterhin überzeugend. ... Als Land der vitaminhaltigen Gastronomie und der glorreichen Gemüse wäre Italien geeignet, sich in eine breit angelegte Kampagne für den kalorienarmen Kebab zu stürzen. Wenn es nur um gesunde Ernährung gehen würde. Aber auch andere Aspekte spielen eine Rolle. Der Schutz der gastronomischen Traditionen zum Beispiel. ... Und schließlich nationale Präferenzen."
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Mehr aus der Presseschau zu den Themen » Alltagskultur, » Italien, » Schweiz
Sylvie Arsever über die veränderte Liberalismus-Diskussion
Sylvie Arsever setzt sich in der Tageszeitung Le Temps mit dem veränderten Kräfteverhältnis zwischen Befürwortern und Kritikern des Ultraliberalismus auseinander: "Die strengsten Anhänger des klassischen liberalen Modells zeigen sich am optimistischsten. Sie bringen die Heftigkeit der derzeitigen Krise mit der relativen Mäßigkeit früherer Krisen in Zusammenhang und erinnern an die glücklichen Auswirkungen der 1980er Jahre: Verschwinden der Devisenkontrolle, Reisefreiheit, Harmonisierung der Währungspolitiken, Steuersenkungen, Fortschritte bei Menschenrechten und Demokratie. ... Nunmehr sind es aber die kritischsten Stimmen, die zu hören sind. Sie stellen fest, dass das Wirtschaftswachstum eine unerhörte Vermögenskonzentration in den Händen einer kleinen Gruppe von 'Superreichen' verursachte, während die Kaufkraft kaum - oder wie in den Vereinigten Staaten gar nicht - gestiegen ist. Für sie ist diese Verstärkung von Ungleichheiten nicht akzeptabel. Vor allem in einer Zeit, da die wirtschaftlichen Bedingungen aus der Solidarität eine notwendige Tugend machen. ... Keiner der beiden Diskurse ist neu. Neu ist die Veränderung im Kräfteverhältnis zwischen beiden."
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Mehr aus der Presseschau zu den Themen » Wirtschaftspolitik, » Global
Die französische Justiz im Fernsehen
Sylvie Arsever kommentiert die Fernsehübertragung der Anhörung von Untersuchungsrichter Fabrice Burgaud vor einer parlamentarischen Untersuchungskommission. Burgaud äußerte sich ausführlich über seine Untersuchung der Outreau-Affäre, bei der es um Kindesmissbrauch ging. "Handelt es sich um den legitimen Versuch, Klarheit in eine Affäre zu bringen, die ganz Frankreich erschüttert hat? Oder geht es um Medienhatz – einmal mehr in einer Affäre, die von Anfang an nur Übles mit sich gebracht hat. Die französische Justiz steht nicht vor ihrer ersten Reform, und die Verbesserungsvorschläge, die die Mitglieder der Untersuchungskommission unterbreiten werden, sobald sie im Laufe ihrer Anhörungen die Gründe für diese spektakuläre Panne in Erfahrung gebracht haben, werden nicht die letzten sein. Ihre Arbeit hat trotzdem eine darüber hinaus gehende Bedeutung. Sie wirft Licht auf eine dunkle Stelle des Strafverfahrens: die Beweisaufnahme. Seit Mittwoch versucht man der Justizmaschinerie ein Gesicht zu geben."
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Mehr aus der Presseschau zu den Themen » Innenpolitik, » Frankreich
Die Schweiz zögert bei gesetzlicher Regelung der Sterbehilfe
Nachdem er einen Gesetzesentwurf zur Sterbehilfe angekündigt hatte, könnte es sein, dass der Schweizerische Bundesrat nun wieder davon Abstand nimmt. Eine ministerielle Arbeitsgruppe kommt in ihrem Bericht zu dem Schluss, diese Frage besser nicht gesetzlich zu regeln. Sylvie Arsever fragt sich im Leitartikel, "wie lange sich diese politische Enthaltung auszahlen wird. Die Aufregung um den 'Selbstmordtourismus' hat gezeigt, dass zwischen den Aktionen der besonders Engagierten und der allgemeinen Empfindung eine regelrechte Kluft offenbar werden könnte. Darüber hinaus stößt die Anpassung der Praktiken an die Wirklichkeit auf Grenzen, die ohne wirkliche demokratische Diskussion nicht aufgehoben werden können… Die von der Arbeitsgruppe DFJP eingenommene Haltung ist vernünftig. Nicht sicher ist jedoch, ob sie auch die angebrachteste ist. Jedenfalls ist sie nicht die mutigste."
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