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Bachmann, Klaus
In der europäischen Presseschau wurden bisher 4 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.
Islamfeindlichkeit schadet Polen
Fast 55 Prozent aller Polen haben eine negative Einstellung zum Islam. Das sind einer Meinungsumfrage des Marktforschungsunternehmens TNS Obop zu Folge rund 30 Prozent mehr als vor vier Jahren. Diese schwer erklärbare Islamophobie schadet Polen vor allem im Ausland, mahnt der Politikwissenschaftler Klaus Bachmann in der liberalen Tageszeitung Gazeta Wyborcza: "Und das passiert in einem Land, in dem es in den vergangenen Jahrhunderten keinen Konflikt mit dem Islam gegeben hat. Und wo die Muslime sogar eine geschätzte religiöse Minderheit gewesen sind. Sie waren für den Adelsstand zugelassen, und insgesamt wanderten nur wenige Muslime ein. Woher diese Abneigung der Polen gegen den Islam kommt, lässt sich also nur schwer erklären ... Die meisten Probleme werden wir selbst damit haben. Die polnische Islamophobie wird ein wesentliches Hindernis sein, den Vertrauensvorschuss zu nutzen, den Polen in Nordafrika hat, wo unser Land als gelungenes Beispiel einer Demokratisierung gilt."
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Klaus Bachmann über den engen Horizont von Deutschen und Polen
Klaus Bachmann, deutscher Politikprofessor und ehemaliger Korrespondent in Warschau, kritisiert in der polnischen Tageszeitung Fakt die Diskussionskultur zwischen Polen und Deutschen: "Die deutsch-polnischen Beziehungen wurden in den vergangenen Jahren vor allem durch eines belastet: durch den allzu engen Horizont derer, die darüber diskutieren. Wenn man auf das schaut, was sich zwischen Berlin und Warschau abspielt, dann kann man sich tatsächlich nicht des Eindrucks verwehren, dass die Deutschen Polen paternalistisch behandeln - arrogant und von oben herab ... Aus dieser Perspektive ist die Gründung des 'Sichtbaren Zeichens' und die Teilnahme von Erika Steinbach der antipolnische Versuch, die Geschichte des Zweiten Weltkrieges umzuschreiben - ganz so, als seien die Deutschen die Opfer gewesen und die Polen hätten auf der Seite der Täter gestanden. Dieses Bild relativiert sich etwas, wenn wir als Anknüpfungspunkt das nehmen, was derzeit in Europa geschieht. Dann ist plötzlich das Rohr durch die Ostsee [geplantes deutsch-russisches Pipeline-Projekt, das Polen ablehnt] nicht ein Projekt, das sich gegen Polen richtet, sondern der Versuch, die Energiezulieferungen für Westeuropa zu diversifizieren."
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Ein Lob der polnischen Demokratie
Der deutsche Politologe Klaus Bachmann vertritt die These, der Ausgang der polnischen Parlamentswahlen am 21. Oktober sei nicht wirklich entscheidend. "Die polnische Politik nach 1989 zeichnet sich nämlich durch eine sehr hohe Stabilität und Kontinuität aus. Im Unterschied zu Deutschland, Italien, Belgien und vielen anderen Ländern, sind die Kräfte in Polen, die Demokratie, Marktwirtschaft und prowestliche Orientierung tatsächlich in Frage stellen, bloß eine Randerscheinung... Dem Anschein zum Trotz werden die Wahlen nicht darüber entscheiden, ob Polen in Europa isoliert wird oder ob es den ihm gebührenden Platz einnehmen wird. Medien und Beobachter schenken den Worten der Politiker zu viel und den Taten zu wenig Aufmerksamkeit. Jede Regierung nach 1989 hat zuerst mit dem Fuß gestampft und mit dem Säbel gefuchtelt, um dann in Brüssel alles zu unterschreiben, was die Union verstärkt. Die Kaczyński-Regierung unterscheidet sich nur dadurch von ihren Vorgängern, dass sie besonders heftig gestampft und anschließend besonders schnell und salopp alles unterschrieben hat, was notwendig war.
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Aufruf zur Vernunft in den deutsch-polnischen Beziehungen
Mit einem "deutsch-polnischen Appell an gemeinsames Verantwortungsgefühl und Vernunft" in den Beziehungen beider Staaten haben sich Wissenschaftler und Publizisten an die Öffentlichkeit gewandt. Die Zeitung druckt den Appell der "Kopernikus-Gruppe" gekürzt ab: "Wir sind beunruhigt über den unbegründeten Ausbruch von Emotionen in den letzten Wochen, der das deutsch-polnische Verhältnis betrifft. Die Art und Weise, wie derzeit im öffentlichen Leben negative Erscheinungen über Gebühr betont werden, ist ein Abgehen von den Idealen hochverdienter Persönlichkeiten in Polen und in Deutschland, die es als ihre Gewissenspflicht angesehen haben, ihre persönlichen Erfahrungen aus Krieg und Terrorpolitik in das Werk der deutsch-polnischen Verständigung einzubringen... Deutsche und Polen sollten wissen, dass sie sehr viel mehr verbindet, als diejenigen Politiker und Medien wahrhaben wollen, die sich mit den Beziehungen der beiden Völker auf anachronistische Art und Weise beschäftigen."
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Alle verfügbaren Texte von » Dieter Bingen, » Wlodzimierz Borodziej, » Piotr Buras, » Roland Freudenstein, » Andrea Gawrich, » Hans-Henning Hahn, » Basil Kerski, » Adam Krzeminski, » Kai-Olaf Lang, » Doris Lemmermeier, » Krzysztof Ruchniewicz, » Jürgen Vietig, » Hubert Wohlan, » Kazimierz Woycicki, » Klaus Ziemer, » Marek Zybura