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Bardají, Rafael
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In der europäischen Presseschau wurden bisher 3 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.
Vereinte Nationen erliegen Hippie-Träumen
Der spanische Politologe Rafael Bardají erhofft sich von den Vereinten Nationen weniger blumige Reden und mehr Pragmatismus. Zur Rede des US-Präsidenten Barack Obama vor dem UN-Sicherheitsrat am Donnerstag schreibt er in der konservativen Tageszeitung ABC: "Jetzt, wo der Saal der Vereinten Nationen nicht mehr nach Schwefel riecht, weil der Ex-Präsident George W. Bush nicht mehr da ist, hat sich der Duft von Hippie-Blumen zwischen den Anwesenden ausgebreitet: überall gute Wünsche, Frieden und Liebe für die ganze Welt. Ich weiß nicht, wo Obama - um nur ein Beispiel zu nennen - seinen Redenschreiber gefunden hat, aber dem Gehör nach zu urteilen, nicht sehr weit entfernt von den Überresten einer kalifornischen Kommune der 1960er Jahre. Frieden, Sicherheit, saubere Energie und Wohlstand. Da kann keiner widerstehen. Aber das Problem liegt nicht darin, alle Übel zu benennen, die uns stören, oder die Ideale, denen wir nacheifern wollen, sondern [zu erklären] wie wir dorthin gelangen, mit welcher Politik, mit welchem Zeitplan. Und davon hat man bislang wenig gehört im Sitz der UN."
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Der Krieg, die alte Weltordnung
Die Tageszeitung ABC reflektiert über den Friedenswunsch der Europäer in einer Welt, die bislang permanent im Kriegszustand gewesen sei: "Wenn [der General und Geschichtsschreiber der griechischen Antike] Thukydides heute den Kopf heben würde, wäre er vielleicht nicht in der Lage, die Europäische Union zu verstehen, in der der Pazifismus mental die Gewalt verdrängt hat, aber er wüsste genau, wie er den Rest der Welt interpretieren muss. Die Konflikte sind nicht verschwunden, und um das zu akzeptieren, muss man nicht einmal auf das verweisen, was gerade in Georgien passiert und auf die alten instinktiven Reflexe Russlands, das sich nach wie vor als Großreich versteht. Wir Westeuropäer wollten immer an das Ende des Krieges glauben. 1909 war es der Labour-Politiker Norman Angell, der ... voraussagte, dass ohne jeden Zweifel aufgrund der wirtschaftlichen Abhängigkeiten auf dem alten Kontinent kein Krieg mehr zwischen seinen Großmächten möglich sein werde. ... Der Zukunftsforscher H.G. Wells ... sagte, dass der Erste Weltkrieg der letzte der großen Kriege sein würde. ... 1989 war es der Amerikaner Francis Fukuyama, der ... das Ende der Kriege nach dem Sieg des Liberalismus verkündete. ... Der Frieden ist eine Erfindung, der Krieg ein gesellschaftliches Phänomen. Man muss nicht Urlaub in Tiflis machen, um sich davon zu überzeugen. Das 21. Jahrhundert ist einfach ein weiteres blutiges Jahrhundert."
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Der Terrorismus rückt näher an Europa heran
"Spanien ist ein verwundbares Land" schreibt Rafael Bardají, Experte für internationale Beziehungen. "Es ist aus zwei Gründen leicht verletzbar: Einerseits steht es in der Ziellinie des internationalen Dschihad, andererseits ist die Regierung nicht genügend gegen diese dauerhafte Bedrohung gewappnet und hat versäumt, die Bevölkerung darauf vorzubereiten, diese auch auszuhalten. Ganz im Gegenteil: In den Augen unserer Feinde sind wir heute schwächer denn je. Al Qaida ist keine defensive Organisation, die sich damit zufrieden gibt, mit kleinen Zeichen Angst einzuflößen. Sie hat durch wiederholte Aktionen gezeigt, dass sie handeln will, und wenn sie es kann, es auch ohne Mitleid tut... Spanien ist verwundbar, und das Land wird es mit jedem Tag, den diese Regierung an der Macht ist, mehr. Diese Schwäche spornt die Terroristen nur umso mehr an. Dank Rodriguez Zapatero knicken wir vor dem Terrorismus ein."
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