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Barenghi, Riccardo


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In der europäischen Presseschau wurden bisher 4 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.


La Stampa - Italien | 09.10.2007

Romano Prodi und die Meinungsfreiheit

Der bekannte Fernsehmoderator Michele Santoro vergleicht in einem Interview mit Riccardo Barenghi den italienischen Regierungschef Romano Prodi mit seinem Amtsvorgänger, dem Medienzar Silvio Berlusconi. "In Bezug auf die Medien sind sie sich gleich. Der einzige Unterschied zwischen Prodi und Berlusconi besteht darin, dass Berlusconi damals das Aus für meine Sendung erwirkt hat... Jetzt kann ich meine Sendung wieder machen und nun erweist sich Prodi als intoleranter Gegner der freien Meinung... Er hat sich über meine Sendung aufgeregt, die er als unprofessionell bezeichnet hat, obwohl er sie zugegebenermaßen nicht gesehen hatte. Für einen Regierungschef finde ich das schon heftig... Unser demokratisches System ist durch und durch marode. Alle Politiker – egal ob linke oder rechte – verstehen nicht, dass freie Meinungsäußerung ein Gegengewicht zur politischen Macht ist."

La Stampa - Italien | 21.09.2006

Abhörskandal in Italien

Ein Skandal um das illegale Abhören von Telefongesprächen empört die italienische Presse. Am Mittwoch wurden 21 Menschen verhaftet. Der Journalist Riccardo Barenghi hält das nicht für ausreichend und fordert eine vollständige Aufklärung der Affäre. "Wenn man 'Telecom' sagt, denkt man an Telefon und jeder in Italien hat ein Telefon. Jeder muss sich also wegen der Nachrichten über die Telecom Sorgen machen. Beunruhigt sein und Erklärungen einfordern von denen, die sie geben können: von den Beamten, aber auch von der Regierung und dem Parlament... Millionen von Durchschnittsitalienern wohnen verblüfft einem Spektakel bei, dessen Ursachen, Auswirkungen oder mögliche Folgen sie nicht verstehen. Sie haben das Recht zu erfahren, wieso sich eine rechtlich privatwirtschaftlich organisierte Firma, die öffentlich tätig ist, und die sie schon lange kennen, plötzlich im Auge eines Hurrikans wiederfindet. Verlangt der Durchschnittsitaliener da zuviel?"

La Repubblica - Italien | 28.03.2006

Berlusconi setzt alles auf eine Karte

Der Journalist Riccardo Barenghi kommentiert die jüngsten Ausfälle von Silvio Berlusconi, der jetzt sogar seine Verbündeten, die Christdemokraten, angreift. "Berlusconi sagt sich vielleicht, dass er den Umfragen und den Vorhersagen aller zum Trotz noch eine Chance hat, die Wahlen zu gewinnen. Vielleicht hat er Recht. Die Wähler könnten es sich anders überlegen, die Enttäuschten einer neuen Illusion aufsitzen und gelangweilte Nichtwähler sich doch auf den Weg zur Wahlurne machen. Deshalb lohnt es sich, alles auf eine Karte zu setzen: einen apokalyptischen Ton anschlagen und eine vulgäre Schlagfertigkeit entwickeln... oder gar solche Geschichten auftischen wie die, dass die chinesischen Kommunisten Babies zerhacken, um daraus Dünger zu machen. Alles ist erlaubt, Präsidentschaftswahlen sind ein wahrer Krieg."

La Stampa - Italien | 13.03.2006

Das Ende der Berlusconi-Ära

Riccardo Barenghi kommentiert den jüngsten Wahlkampfskandal in Italien. Silvio Berlusconi hatte am Sonntag wütend eine Fernsehsendung auf Rai 3 verlassen und der Journalistin Lucia Annunziata aggressives Fragen vorgeworfen. Es handele sich "um eine Premiere in der politischen Geschichte unseres Landes... Berlusconi meint so sehr, dass seine politische Zukunft und sein öffentliches Bild auf dem Spiel stehen, dass er sich den Wählern als jemand zeigt, der alles zu verlieren hat... Zum zweiten Mal in zwölf Jahren ist es schwierig, sich den aktuellen Premierminister als Oppositionsführer zur Regierung Prodi (seinem Herausforderer) vorzustellen. Das weiß er, und eine Niederlage würde das Ende der Geschichte, seiner Geschichte bedeuten. Seine Gegner wissen, dass sie, wenn sie verlieren, nicht irgendeine Wahl verlieren, sondern eine historische Chance."

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