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Bastasin, Carlo
In der europäischen Presseschau wurden bisher 5 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.
Gipfel allein retten den Euro nicht
Wenige Tage nach dem für Sonntag in Brüssel geplanten EU-Gipfel wird es ein weiteres Treffen der EU-Staats- und Regierungschefs geben. Darauf einigten sich am Donnerstag Bundeskanzlerin Angela Merkel und Präsident Nicolas Sarkozy. Bei dem Zusatzgipfel am Mittwoch sollen neue Regeln für den Euro-Rettungsschirm EFSF verabschiedet werden. Die Regierungen sollten sich nicht nur auf Gipfel verlassen, meint die Wirtschafszeitung Il Sole 24 Ore: "Politische Entscheidungen sind sowohl auf nationaler als auch auf europäischer Ebene erforderlich. Auf ihren Gipfeln müssen die Politiker nun über Änderungen des EU-Vertrags und über gemeinsame Maßnahmen im Bereich der Steuerpolitik diskutieren. Es kann allerdings Jahre dauern, bis solche Entscheidungsprozesse im komplexen Institutionen-Gefüge der EU abgeschlossen sind. Bis dahin ist die einzige Garantie, die die Europäische Zentralbank für ihren möglichen Rettungseinsatz erhalten kann, die glaubwürdige und aufrichtige Bereitschaft der nationalen Regierungen, ihre Volkswirtschaften wieder auf den Weg der Stabilität und des Wachstums zu lenken."
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Berlin spricht wieder europäisch
Bundeskanzlerin Angela Merkel hat mit der Zusage, angeschlagene Banken zu unterstützen, ihre europäische Sprache wiedergefunden, freut sich die Wirtschaftszeitung Il Sole 24 Ore: "Die Entscheidung von Bundeskanzlerin Angela Merkel, den deutschen Banken falls erforderlich bei der Kapitalisierung mit staatlichen Geldern unter die Arme zu greifen, stellt eine doppelte Wende dar. Sie beinhaltet zum Einen die Erkenntnis, dass die Krise von der anhaltenden Interaktion zwischen Staatsschulden und Bankbilanzen geschürt wird und folglich nicht nur ein Problem der undisziplinierten Länder ist. Zum Anderen ist sie das offene Eingeständnis, dass die von Berlin betriebene 'Politik der Ungewissheit' kontraproduktiv war. Sie bestand darin, finanzielle Hilfen im Ungewissen zu lassen und es somit den Finanzmärkten zu ermöglichen, die Schuldenländer unter Druck zu setzen. ... Die einzige Alternative für die Strategie der Ungewissheit ist eine gemeinschaftliche Verwaltung von Staatshaushalt und Wirtschaft der Länder, die von der EU gerettet werden."
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Italienische Krise zu viel für Europa
Die sich abzeichnende Krise in Italien muss von dem Land selbst gelöst werden, und zwar schnell, fordert die Wirtschaftszeitung Il Sole 24 Ore. Denn "eine italienische Krise wird Europa nicht verkraften. Die schnellste und wirkungsvollste Antwort ist die sofortige Verabschiedung des Haushaltsplans, gefolgt von dem feierlichen Vorsatz, den Haushaltsausgleich verbindlich in die italienische Verfassung aufzunehmen. ... Die Krise der Euro-Zone ist eine politische. Sie rührt von der Unfähigkeit her, prompte gemeinschaftliche Antworten auf Probleme zu geben, die anfänglich auf kleine Länder beschränkt waren. Diese Unfähigkeit wurde von der Kluft zwischen den langsamen politischen Tempi und den blitzartigen der Finanzmärkte verstärkt. Aus diesem Grund muss die italienische Antwort politisch sein und rasch erfolgen. Eine Verfassungsänderung, die den Haushaltsausgleich an die Verpflichtungen gegenüber den Ländern der Gemeinschaftswährung koppelt, könnte die richtige und schnellstmögliche Antwort sein."
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Von der deutschen zur europäischen Einheit
Die deutsche Wiedervereinigung ist Teil eines schwierigen historischen Prozesses, den Deutschland auf europäischer Ebene nicht mittragen will, meint die Wirtschaftszeitung Il Sole 24 Ore: "Während der Mauerfall in sich die Antithese zur Errichtung eines Monuments war, hat sich der Einigungsprozess als Leugnung der Grenzöffnung erwiesen. ... Die Wiedervereinigung hat mit dem einseitigen Fluss finanzieller Mittel von West nach Ost Ungleichheiten in der deutschen Gesellschaft geschaffen. Diese Ungleichheit ist mit dem Migrantenstrom aus dem Osten noch gewachsen. ... Die asymmetrische Verteilung der Opfer innerhalb der Eurozone [während der Eurokrise] hat bei den Deutschen eine Aversion gegen ihre Rolle als 'offizielle Zahlmeister' ausgelöst. ... Sowohl die deutsche als auch die europäische Einheit sind Teil ein und desselben historischen Prozesses. Nun, da die deutsche Einheit vollbracht ist, bleibt das Schicksal der europäischen Einheit ungewiss."
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Die EZB greift ein
Carlo Bastasin findet, die EZB habe "korrekt und überzeugend" auf die Krise an der Wallstreet reagiert. "Die Entscheidung beruhigt den Finanzmarkt und zeigt, das Europa stabiler ist. Und sie stärkt die EZB gegenüber der US-Notenbank FED... Wir brauchen Stabilität und deshalb sollte das riskante Verhalten von Banken wie der BNP-Paribas, der IKB oder der Banca Italease bestraft werden... Es gibt eine Epidemie von verkaufen Finanzprodukten, deren Risiken den Kunden nicht klar sind. Es sind nicht alle Banken gleich und diese Krise wäre ein guter Anlass, Unterscheidungen zwischen ihnen zu treffen... Was die BNP-Paribas betrifft, so rechnet man nicht damit, dass Paris reagiert. EZB-Präsident Jean-Claude Trichet hat die Möglichkeit, seine Autonomie zu demonstrieren, indem er die französische Bank bestraft, die gestern die globale Finanzwelt aufgemischt hat."
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