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Baverez, Nicolas


In der europäischen Presseschau wurden bisher 4 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.


Le Point - Frankreich | 02.02.2012

Italien ebnet Europa Weg aus der Krise

Die Renditen für zehnjährige italienische Staatsanleihen waren am Mittwoch so niedrig wie seit Oktober 2011 nicht mehr. Die Anleger scheinen Italien wieder zu vertrauen und das Land wird damit zum Modell für die Rettung Europas, freut sich die Wochenzeitung Le Point: "Doppel-Supermario, also das Gespann aus Mario Monti und Mario Draghi, hat sich daran gemacht, Italien und die Euro-Zone zu verändern. ... Italien ebnet den Weg für die Reform des Wachstumsmodells auf Pump in Südeuropa und für die Reform der Institutionen der Euro-Zone. Mario Montis Schocktherapie zerstreut die Zweifel, ob die Mittelmeerländer ihr Wirtschaftsmodell transformieren können, um mehr Produktion, Investitionen und Innovation zu erreichen. Mario Draghis Geldpolitik verbindet die notwendigen Sparmaßnahmen mit dem unumgänglichen Schuldenabbau und Wachstum. Die beiden Marios haben uns daran erinnert, dass es noch Spielraum gibt. Das ist ihr gemeinsamer Verdienst. Die Schulden- und Eurokrise wurde von veralteten Wirtschaftsmodellen und Institutionen ausgelöst. Es liegt nun in der Hand der Europäer, diese Modelle zu verändern."

Le Monde - Frankreich | 01.08.2011

Nicolas Baverez über Schuldenkrisen und ihre supranationale Lösung

Die Regierungen in Europa, den USA und Japan haben es bislang nicht geschafft, die dramatische Verschuldung der öffentlichen Haushalte zu beheben. Das zeigt deutlich, dass die nationalstaatliche Politik gescheitert ist, meint der Wirtschaftsexperte und Historiker Nicolas Baverez. Nur supranationale Gebilde wie die Europäische Union können diese und andere Risiken des 21. Jahrhunderts bewältigen, schreibt er in der linksliberalen Tageszeitung Le Monde: "Der Staat ist auf dem besten Weg, sein Monopol im Risikomanagement zu verlieren. Es muss nicht mehr nur repariert, sondern auch vorgegriffen werden. Bloßes Eingreifen genügt nicht mehr. Die Nachhaltigkeit der politischen Aktionen muss garantiert werden. Der Staat muss den wirtschaftlichen und sozialen Akteuren Verantwortung übertragen und diese koordinieren. Gleichzeitig muss er bestimmte Kompetenzen auf die internationale Ebene übertragen. ... Europa muss die Wahrheit über die Dauer der Krise ans Licht bringen, über das Ende des Wachstums auf Kredit, über die falschen Prinzipien, die bei der Schaffung des Euro walteten. Europa darf nicht mehr der Sündenbock der Machtlosigkeit der nationalen Regierungen sein. Europa muss überdacht, angenommen und als Problemlöser im Bewusstsein der Bürger verankert werden."

Le Monde - Frankreich | 07.06.2010

Nicolas Baverez über die schwindende Einheit Europas

Der französische Wirtschaftswissenschaftler und Historiker Nicolas Baverez stellt die Union der EU in Frage und befürchtet ein Auseinanderdriften der einzelnen Mitgliedsstaaten. In der Tageszeitung Le Monde schreibt er: "Seit dem Beginn der griechischen Krise im Oktober 2009 hat Europa nicht nur systematisch zu wenig oder zu spät gehandelt, sondern hat sich auch permanent über den Rettungsplan von Athen und dessen Gegenpart verworfen, sowie über die Rolle des Internationalen Währungsfonds... gezankt. Der letzte Avatar dieser Kakophonie ist das sich gegenseitige Überbieten mit Sparplänen unter dem doppelten Druck durch die Märkte und von Deutschland. ... Wenn die Regierungschefs und die Bürger zu kleinmütig sind, um die notwendigen Reformen in ihren Ländern und in der Union durchzuführen, wird dies sicher nicht zu einer Implosion Europas oder zu dessen Bankrott führen. Doch Europa wird sich von den Vereinigten Staaten und Asien helfen lasen. Und handelt sich damit den Status eines Wirtschaftsprotektorats ein."

Le Monde - Frankreich | 23.04.2008

Eine neue EU-Agrarpolitik?

Der französische Wirtschaftswissenschaftler Nicolas Baverez meint, vor allem Europa sei für die weltweite Nahrungsmittelkrise verantwortlich. "Die europäische Landwirtschaft basiert auf Malthusianismus, Subventionen und Protektionismus. Nun, da es um die Gesundheit der gemeinsamen europäischen Landwirtschaft geht, muss man die 3,5 Millionen Hektar Brachland wieder bestellen. Die Landwirtschaft muss wieder nach wirtschaftlichen Kriterien funktionieren und darf nicht länger in der Alimentierung der Bauern bestehen. Subventionen müssen abgebaut werden, denn sie tragen erheblich zur Verschlechterung der Lage in den Entwicklungsländern bei. Es ist sinnlos, die gemeinsame Agrarpolitik in den Vordergrund zu stellen, wenn die Preise auf dem Markt extrem hoch sind. Allerdings muss der Harmonisierung der Normen - vor allem der Hygienevorschriften - innerhalb des europäischen Marktes Priorität eingeräumt werden."

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