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Bellet, Harry
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In der europäischen Presseschau wurden bisher 3 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.
Insiderhandel auf dem Kunstmarkt
Auf dem boomenden Markt für zeitgenössische Kunst haben Spekulanten Einzug gehalten, stellen Harry Bellet und Emmanuel de Roux fest. "Der Insiderhandel, der den Börsianer sonst ins Gefängnis bringt, wird hier zur Tugend erklärt. Zu wissen, welche Künstler im nächsten Sommer angesagt sind, bringt viel ein - und zwar ganz legal. Ohne so weit zu gehen wie François Pinault, der sich mit Christie's einen der größten Akteure des Planeten und eine unersetzliche Informationsquelle geleistet hat, investieren zahlreiche Geschäftsmänner in Galerien, um die ersten auf der Liste zu sein. 'Der Kunstmarkt ist der letzte große nicht-regulierte Markt', hatte der Manhattener Staatsanwalt Peter R. Stern 2005 in der Zeitschrift Artnewspaper erklärt. Und das nicht etwa, um Angst unter den Finanzleuten zu verbreiten, die sich durch die Regeln an den Börsen eingeschränkt fühlen, sondern ganz im Gegenteil."
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Alle verfügbaren Texte von » Emmanuel de Roux
Ein neuer Blick auf das Werk von Munch
"Ohne den 'Schrei', aber dennoch durchdringend", schreibt Kunstkritiker Harry Bellet über die Edvard-Munch-Retrospektive in der Baseler Fondation Beyeler. Diese Ausstellung "profitiert paradoxerweise von einem Ereignis, das sie hätte unmöglich machen können: vom Raub des berühmtesten Munch-Bildes 'Der Schrei' am 22. August 2004 aus dem Osloer Museum, das den Großteil des Werkes von Munch beherbergt. Doch die Ausstellungsmacher haben das als Herausforderung gesehen. Das Bild wurde zwar wiedergefunden, aber das traumatisierte Museum war nicht mehr bereit, es zu verleihen. Deshalb mussten sie in anderen Gewässern fischen. Das hat sich als äußerst ergiebig erwiesen, und so zeigen sie Munch, wie man ihn noch nie gesehen hat. Der Maler, der viel zu oft auf den 'Schrei' reduziert wurde und als Inkarnation der Angst galt, war ein viel fröhlicherer Maler, als man dachte... Dem jungen Wiener Konservator Dieter Buchhart, der die Ausstellung konzipiert hat, ist ein genialer Wurf gelungen, der die früheren Ausstellungen des Werkes des Norwegers blass aussehen lässt."
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Neuer Realismus im Grand Palais
Harry Bellet bespricht eine Ausstellung über den Neuen Realismus, eine künstlerische Strömung im Frankreich der 60er Jahre, die seit dem 28. März im Grand Palais in Paris zu sehen ist. "'Der neue Realismus war eine kurze Phase in der Geschichte der Kunst: Zwanzig Minuten nach der Gründung haben sich alle gegenseitig angebrüllt'. Dieser Scherz stammt von Arman. Die Ausstellung zeigt Werke der Gruppe, die sich auf Einladung des Kritikers Pierre Restany am 27. Oktober 1960 bei Yves Klein (1928-1962) zusammenfand. Sie zeugt mit einer Vielzahl von Exponaten (rund 160 Werke) und manchmal etwas verwirrend vom Erfindungsgeist einer Generation, deren Bedeutung wir gerade erst zur Kenntnis nehmen. Es war eine Generation, die sich die Zähne an der älteren Generation ausgebissen hat. Der Besucher muss sich angesichts von zerrissenen Plakaten und monochromen Bildern daran erinnern, was Malerei in Paris Ende der 1950er Jahre hieß: Es herrschte die Abstraktion vor, das Lyrische oder das Informelle."
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