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Berggren, Henrik


In der europäischen Presseschau wurden bisher 3 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.


Dagens Nyheter - Schweden | 25.06.2008

Sozialistische Gefahr

Die Entscheidung der Sozialistischen Partei, eine Koalition mit den liberalen Demokraten einzugehen, stellt eine Gefahr für Serbien dar, kommentiert die Tageszeitung Dagens Nyheter. "Es muss um jeden Preis verhindert werden, dass die Ultranationalisten Serbien auf eine weitere Wanderung durch die Wüste führen. ... Das Problem ist, dass Koalitionsregierungen in Serbien meist dazu führen, dass sich die Parteien jeweils Teilen des Staatsapparats bemächtigen, um ihre eigenen Interessen zu wahren. Aus dieser Perspektive beunruhigen die Gerüchte, dass die Sozialisten das Innenministerium erhalten. Hier gibt es aber auch eine historische Chance. Der Bruch der Sozialisten mit der Ära Milosevic kann den Weg für die Auslieferung von Kriegsverbrechern an das internationale Tribunal in Den Haag ebnen."

Dagens Nyheter - Schweden | 01.06.2006

Kritik an WM-Tickets für die Wirtschaft

Kolumnist Henrik Berggren ärgert sich, dass viele der Tickets zu den Spielen der Fußball-Weltmeisterschaft nicht den Fans zur Verfügung stehen. 16 Prozent der rund drei Millionen Tickets seien Sponsoren vorbehalten, elf Prozent einem schweizerischen Reisebüro, das Luxusreisen verkauft – insgesamt also mehr als ein Viertel aller Tickets: "Dies ist nur ein weiteres Zeichen für die nahezu feudalen Privilegien, die sich die Spitzen der Wirtschaft in den vergangenen Jahren zugeschanzt haben. Das wurde auch bei den Skandalen um die schwedische Skandia oder um Enron in den USA sichtbar. Dass gewisse Unternehmen die Tickets verwenden, um Journalisten, Beamte und Politiker zu verwöhnen, macht die Sache nicht besser. Wenn der Fußball einer der grundlegenden Werte ist, die Europa definieren, wie der britische Historiker Tony Judt argumentiert, dann sieht die Zukunft düster aus."

Dagens Nyheter - Schweden | 31.01.2006

Streit um Mohammed-Karikaturen

Für Henrik Berggren kommt die Entschuldigung der Zeitung "Jyllands-Posten" zu spät und zu halbherzig. "In der großen Perspektive wird nun die Solidarität der EU-Staaten mit Dänemark eingefordert. Nicht wegen der Karikaturen 'Jyllands-Postens' - die von Bill Clinton völlig zurecht mit antisemitischen Bildern aus den dreißiger Jahren verglichen wurden - sondern um Ländern entgegen zu treten, die nicht zwischen der Staatsmacht und der freien Zivilgesellschaft unterschieden. Die Haltung von Ministerpräsident Rasmussen ist durchaus nachvollziehbar. Mit offiziellen Repräsentanten anderer Staaten darüber zu diskutieren, was in dänischen Zeitungen geschrieben wird, wäre ein indirekter Angriff auf die Presse- und Meinungsfreiheit. Aber der Sinn der Diplomatie besteht eben auch darin, mit Vertretern von Regimen zu diskutieren, mit denen man uneinig ist. Die interne Kritik am chaotischen Agieren der dänischen Regierung zeigt auch, dass man den Dialog hätte aktiver suchen sollen, ohne seine grundlegende Haltung aufzugeben."

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