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Bielecki, Tomasz


In der europäischen Presseschau wurden bisher 5 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.


Gazeta Wyborcza - Polen | 15.09.2010

Rechtspopulismus ist eine Schande

Die Kritik von EU-Kommissarin Viviane Reding an Frankreichs Roma-Ausweisung ist absolut berechtigt, schreibt die liberale Tageszeitung Gazeta Wyborcza: "'Das ist eine Schande!' Damit hat EU-Kommissarin Viviane Reding endlich die ganze Wahrheit über die Ausweisungen der Roma aus Frankreich gesagt. Das schmerzhafteste Problem in Frankreich ist nicht die Arbeitslosigkeit oder die Kriminalität der Roma, sondern der Versuch, unter den Franzosen das Gefühl zu wecken, sie würden von Fremden bedroht. ... Präsident Nicolas Sarkozy hat von Silvio Berlusconi gelernt. Die Koalition des italienischen Premiers hat die jüngsten Wahlen gewonnen, indem sie die Italiener mit einer Massenimmigration und steigender Kriminalität erschreckt hat, obwohl die Statistiken zu diesem Zeitpunkt sogar auf einen leichten Rückgang hingewiesen haben."

Gazeta Wyborcza - Polen | 08.02.2008

Hoffen auf Besserung der polnisch-russischen Beziehungen

Polens Premierminister Donald Tusk führt am heutigen 8. Februar politische Gespräche in Moskau, unter anderem mit Präsident Wladimir Putin. Tomasz Bielecki wertet den ersten Russland-Besuch eines polnischen Premiers seit 2001 als ein Zeichen der Entspannung. "Der Kreml strebt eine Verbesserung der Beziehungen zum Westen an und dafür braucht er eine Normalisierung der Beziehungen zu Warschau. Russische Diplomaten geben zu, dass Moskau erst vor kurzem die Stärke Polens in der EU schätzen gelernt hat... Die einzige greifbare Folge eines gemäßigten polnisch-russischen Tauwetters kann die Entwicklung der wirtschaftlichen Beziehungen sein. Obwohl Moskau den Handel mit Energierohstoffen oft für internationale Spielchen ausnutzt, kann es in anderen Bereichen sehr pragmatisch sein. Das Paradebeispiel dafür ist das russische Verhältnis zu Lettland. Trotz scharfer politischer Auseinandersetzungen mit dem Kreml betreibt dieses Land seit zwei Jahren einen intensiven Handel mit Russland."

Gazeta Wyborcza - Polen | 25.01.2008

Italiens Regierung tritt zurück

Tomasz Bielecki weist der katholischen Kirche eine Mitschuld am Ende der Regierung Prodi zu: "Im Kampf gegen Prodis Regierung war die Verteidigung der Kirche und der 'christlichen Zivilisation' eines der wichtigeren Argumente. Ein Teil der Bischöfe und der rechten Politiker nutzte die Affäre um den abgesagten Besuch von Benedikt XVI. an der römischen Universität La Sapienza gegen Prodi. Sie warfen ihm vor, er toleriere 'abartigen Laizismus'... Die Bischöfe behaupten, das Innenministerium habe den Vatikan vor heftigen Tumulten gewarnt. Die Regierung hingegen bestreitet, sie habe Benedikt vom Besuch der Universität abgeraten. Der Vatikan bezichtigte die Regierung der Lüge und entzog ihr das Vertrauen. Katholische Medien haben Prodi außerdem vorgeworfen, er wolle ein linke 'Moralrevolution' - mit Blick auf die Idee, eingetragene Partnerschaften für Homosexuelle zuzulassen oder die Sterbehilfe zu legalisieren."

Gazeta Wyborcza - Polen | 26.01.2006

Die Verurteilung kommunistischer Verbrechen

Tomasz Bielecki wertet die ablehnende Haltung russischer Delegierter im Europarat als Versuch, die Geschichtsschreibung zu Gunsten Russlands zu beeinflussen. "Für viele von ihnen bedeutet Kommunismus vor allem Sowjetunion und Karl Marx. Im Grunde haben sie sich für die eigene Geschichte eingesetzt. Die Russen haben Angst, dass die baltischen Staaten die Resolution dazu nutzen werden, von ihnen eine Entschuldigung für den Ribbentrop-Molotow-Pakt und die schwierige Nachkriegsgeschichte zu erzwingen... Mit einem diplomatischen Trick gelang es den Russen, von Beginn an eine Analogie mit der Verurteilung der Naziverbrechen zu verhindern."

Gazeta Wyborcza - Polen | 02.01.2006

Kalter Krieg ums Gas

Tomasz Bielecki formuliert die polnische Sicht des politischen Zusammenhangs im russisch-ukrainischen Gasstreit: "Für den 'Verrat am Kreml', also das ukrainische Streben nach Unabhängigkeit, widerfährt den Ukrainern eine Erpressung bei den Gaslieferungen, welche die Moskauer Propagandisten eine beschleunigte 'Rückkehr zu den Marktprinzipien' nennen. Die Russen beeinflussen den Westen, dass diese 'unberechenbare Ukraine' die Schuld für den gestörten Gastransfer gen Westen trägt. Vor einem Jahr haben polnische Politiker die europäischen Regierungen überzeugen können, die Orange Revolution zu unterstützen. Heute stehen sie in der Pflicht, Europa laut von der gasgesteuerten Rückeroberung der Ukraine durch den Kreml zu erzählen."

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