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Boltanski, Christophe


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In der europäischen Presseschau wurden bisher 2 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.


Le Nouvel Observateur - Frankreich | 31.03.2009

Cyber-Angriffe sind Normalität

Einer kanadischen Studie zufolge hat eine Software Rechner in mehr als 100 Ländern ausspioniert. Der Angriff ging offenbar von China aus. In einem Interview mit dem Wochenmagazin Le Nouvel Observateur kommentiert Autor Nicolas Arpagian die Rolle des Internets in der Strategie von Geheimdiensten: "Man kann eine Internetseite lahm legen und ihre Zentrale sprengen, indem man sie mit zeitgleichen Verbindungen bombardiert. ... Es ist auch möglich, ihren Inhalt zu beeinträchtigen, so wie es Angreifer aus Georgien und Estland taten, die auf viele Webseiten Bilder von Adolf Hitler stellten ... . In Zukunft werden alle klassischen Konflikte mit Cyberangriffen einhergehen. Die Chinesen verfügen über enorme Mittel. Sie waren unter den ersten, die eine digitale Militärstrategie ausklügelten. Aber nun macht sich die ganze Welt daran. Die [deutsche] Zeitschrift Der Spiegel enthüllte vor kurzem, dass der BND [deutscher Auslandsgeheimdienst] in den vergangenen Monaten 2500 Computerangriffe durchführte."

Le Nouvel Observateur - Frankreich | 11.07.2007

Sarkozy tritt im Maghreb in Chiracs Fußstapfen

Christophe Boltanski kritisiert, wie sich der neue französische Präsident bei seiner ersten Auslandsreise nach Tunesien und Algerien verhalten hat. "Nicolas Sarkozy hat die französische Außenpolitik gegenüber Diktatoren immer als zu zaghaft kritisiert. Doch jetzt hat er an die guten alten Sitten seines Vorgängers im Elysee-Palast angeknüpft. Bei seinem Besuch in Tunis hat er sich zurückgehalten, Präsident Zine el-Abdidine Ben Ali wegen mangelnder Bürgerfreiheiten zu kritisieren. Vielmehr lobte er die 'ökonomische Entwicklung' des Landes und sprach sogar von 'Fortschritten' auf dem Weg der Demokratie. Das hätte glatt von Chirac stammen können. Was macht es schon, wenn führende Mitglieder der tunesischen Zivilgesellschaft das Gegenteil bezeugen... Ob in Tunesien, China oder Russland, man weist lieber diskret auf das Thema Menschenrechte hin, statt ein Regime laut und deutlich zu kritisieren - so hat es auch Jacques Chirac gehalten. Die Dissidenten in Peking oder in Tunis warten schon lange auf die positiven Ergebnisse dieser Politik."

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