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Bonilla, Juan


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In der europäischen Presseschau wurden bisher 2 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.


El Mundo - Spanien | 12.11.2007

Wozu Literatur im Fernsehen?

Der spanische Autor Juan Bonilla schreibt über den Unsinn von Literatursendungen im Fernsehen: "Wozu braucht man Literatursendungen für Leute, die sich sowieso nicht für Literatur interessieren? Die Antwort ist einfach. Es geschieht aus einer Art Trotz heraus. Wir wollen denen, die sich über Bücher lustig machen, zeigen, dass die Literatur doch sehr interessant ist. Man bedient sich modernster visueller Techniken. Aus Angst vor der Leere gibt man dem Ganzen einen von Videoclips inspirierten Rhythmus, bloß keine drei Sekunden verlieren, weil ein Gast die Frage wiederholt, bevor er sie beantwortet... Weil diese Sendungen auf ein großes Publikum zugeschnitten sind, geht es nur um bekannte Autoren, die man nicht mehr vorstellen muss. Ein weiterer Beweis dafür, dass der Literaturkritiker unserer Tage einem Verkäufer in der Buchabteilung des 'Corte Inglès' gleicht, der als Beweis für die Qualität eines Buches sagt, 'es verkauft sich am besten'."

El Mundo - Spanien | 05.02.2007

Orhan Pamuk auf dem Weg ins Exil?

Der spanische Schriftsteller Juan Bonilla schreibt über den türkischen Schriftsteller Orhan Pamuk, der vergangene Woche aus Sicherheitsgründen eine Reise nach Deutschland absagte und anschließend in die USA geflogen ist. "Orhan Pamuk hat eines der schönsten Bücher geschrieben, das je einer Stadt gewidmet wurde [Istanbul] und muss diese Stadt nun verlassen. Er muss seine Koffer packen - wegen ständiger Drohungen, wegen des Mordes am Journalisten Hrant Dink, der Pamuk als Warnung galt, er könne das nächste Opfer sein, wegen der vom fundamentalistischen Nationalismus vergifteten Atmosphäre... Glücklicherweise kann Pamuk fliehen. Gewiss ist es bedauerlich, von dem Ort, zu dem man gehört, vertrieben zu werden, von dem Ort, den niemand auf diese Art literarisch aufleben lassen konnte. Aber es ist besser von zu Hause wegzugehen, als tatenlos zuzusehen, wie sein Haus zum Grab wird. Die extremen türkischen Nationalisten feiern das Exil Pamuks als großen Sieg und lesen weiter die furchtbare Literatur, die es ihnen erlaubt, ihre widerlichen Ideen am Leben zu halten..."

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