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Borodziej, Wlodzimierz
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In der europäischen Presseschau wurden bisher 2 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.
Wlodzimierz Borodziej über das ideelle Erbe der Kaczyńskis
Der Historiker Wlodzimierz Borodziej geht der Frage nach, ob Ministerpräsident Jaroslaw Kaczyński und Staatspräsident Lech Kaczyński "konservative Modernisierer" seien. "Nicht wirklich, denn die Brüder Kaczynski reihen sich in eine Kontinuität polnischer Politiker ein, die weder mit dem einen noch mit dem anderen Label angemessen gekennzeichnet ist. Von der alten polnischen Rechten - der im Zweiten Weltkrieg von Deutschen und Sowjets ausgelöschten Nationaldemokratie - haben sie den Nationaldarwinismus geerbt: Polen könne nur als Großmacht existieren, da die europäische Staatenwelt ein Dschungel darstellt. Die Idee eines 'solidarischen Polen' stammt hingegen eher von der sozialistischen Linken, auf deren Tradition die Kaczyńskis sich gerne berufen... Und hier fügten sich beide Teile des ideellen Erbes zu einem Ganzen - das freilich lange brauchte, um sie an die Macht zu bringen. - Warum es fast überall in Ostmitteleuropa lange gedauert hat, bis sich die antiwestliche, sozialistisch-nationale Strömung durchsetzte, dafür gibt es mehrere Erklärungsansätze. Erst nach dem EU-Beitritt durfte man ungestraft sagen und machen, was in der Beitrittsphase das strategische Ziel der Mitgliedschaft gefährdet hätte."
» zur Homepage (externer Link, Neue Zürcher Zeitung)
Mehr aus der Presseschau zu den Themen » EU-Erweiterung, » Innenpolitik, » Polen, » Europa, » Osteuropa
Aufruf zur Vernunft in den deutsch-polnischen Beziehungen
Mit einem "deutsch-polnischen Appell an gemeinsames Verantwortungsgefühl und Vernunft" in den Beziehungen beider Staaten haben sich Wissenschaftler und Publizisten an die Öffentlichkeit gewandt. Die Zeitung druckt den Appell der "Kopernikus-Gruppe" gekürzt ab: "Wir sind beunruhigt über den unbegründeten Ausbruch von Emotionen in den letzten Wochen, der das deutsch-polnische Verhältnis betrifft. Die Art und Weise, wie derzeit im öffentlichen Leben negative Erscheinungen über Gebühr betont werden, ist ein Abgehen von den Idealen hochverdienter Persönlichkeiten in Polen und in Deutschland, die es als ihre Gewissenspflicht angesehen haben, ihre persönlichen Erfahrungen aus Krieg und Terrorpolitik in das Werk der deutsch-polnischen Verständigung einzubringen... Deutsche und Polen sollten wissen, dass sie sehr viel mehr verbindet, als diejenigen Politiker und Medien wahrhaben wollen, die sich mit den Beziehungen der beiden Völker auf anachronistische Art und Weise beschäftigen."
» zum ganzen Artikel (externer Link, polnisch)
Mehr aus der Presseschau zu den Themen » EU-Erweiterung, » Deutschland, » Polen
Alle verfügbaren Texte von » Klaus Bachmann, » Dieter Bingen, » Piotr Buras, » Roland Freudenstein, » Andrea Gawrich, » Hans-Henning Hahn, » Basil Kerski, » Adam Krzeminski, » Kai-Olaf Lang, » Doris Lemmermeier, » Krzysztof Ruchniewicz, » Jürgen Vietig, » Hubert Wohlan, » Kazimierz Woycicki, » Klaus Ziemer, » Marek Zybura