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Bosacki, Marcin


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In der europäischen Presseschau wurden bisher 4 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.


Gazeta Wyborcza - Polen | 31.08.2009

Gute Beziehungen zwischen USA und Polen zu Ende

Zum 70. Jahrestag des Ausbruch des Zweiten Weltkriegs am 1. September verkündet die liberale Tageszeitung Gazeta Wyborcza das Ende der guten Beziehungen zwischen den USA und Polen: "Am 12. März 1999 hat [der damalige polnische Außenminister] Bronisław Geremek den Beitritt Polens zur Nato erklärt. ... Das war der Höhepunkt der polnisch-amerikanischen Liebesbeziehung. Heute kommt es jedoch zu einer Trübung - und zwar durch den Rücktritt der Regierung von [US-Präsident Barack] Obama von den Verträgen mit Polen und Tschechien für einen Raketenabwehrschild. Und dadurch, dass die USA zu den Feierlichkeiten zum 70. Jahrestag des Ausbruchs des Zweiten Weltkrieges - der nicht nur für Polen, sondern für die gesamte Welt ein wichtiges Ereignis war - [den ehemaligen US-Verteidigungsminister] William Perry schicken, der eine politische Null in Washington ist, sowie General [und US-Sicherheitsberater] James Jones. Dieser ist zwar bedeutsam, doch kommt er erst, nachdem Polen einigen Krach gemacht hat."

Gazeta Wyborcza - Polen | 15.08.2008

Wichtiges Signal an Russland

Die Regierungen Polens und der USA haben sich über den Aufbau eines Raketenschilds in Polen geeinigt und gestern Abend in Warschau ein vorläufiges Abkommen darüber geschlossen. Die Onlineausgabe der Tageszeitung Gazeta Wyborcza feiert das Ereignis als Erfolg und bringt es in Zusammenhang mit dem Kaukasuskrieg. "Entgegen dem, was Premier Tusk und das US-Außenministerium offiziell sagen, hat der Krieg in Georgien eine Schlüsselrolle bei der Beschleunigung der polnisch-amerikanischen Gespräche über den Schutzschild gespielt. Es ist eine Folge des Krieges, dass Tusk grünes Licht für die Unterzeichnung des Abkommens gab. ... Und das ist gut so. Dieses Abkommen ist die Anerkennung der Wirklichkeit - die USA sind und müssen Polens wichtigster Verbündeter bleiben. Dies ist in der aktuellen Lage auch ein wichtiges Signal an die Russen: Im Kaukasus erfüllt ihr euch den Traum von der Rückkehr zur Hegemonie. Vergesst aber euren zweiten Traum: dass Mitteleuropa ein strategischer Leerraum bleibt. In Georgien können wir uns euch nicht wirksam entgegen stellen, aber Mitteleuropa ist und bleibt ein Teil des Westens. ... Die Verhandlungen zwischen Warschau und Washington waren lang und hitzig, beide Seiten begingen dabei viele Fehler. Aber das Ergebnis lässt sich sehen. Vor allem in den heutigen, unsicheren Zeiten."

Gazeta Wyborcza - Polen | 30.05.2007

Undurchsichtiger Machtkampf in der Ukraine

Marcin Bosacki vergleicht das polnische Vermittlungspotential in der gegenwärtigen Regierungskrise in der Ukraine mit der Situation während der Orangen Revolution Ende 2004. Sein bedauerndes Urteil: Polen habe seine einflussreiche Rolle als Ostexperte der EU verloren. "Die Brüder Kaczynski, von der Außenministerin Fotyga ganz zu schweigen, bemühen sich nicht ernsthaft um eine Unterstützung ihrer Außenpolitik durch die Opposition. Sie sind auch nicht in der Lage, Europa für die polnische Vision einer europäischen Ukraine-Politik einzunehmen, denn sie selber werden von den meisten Partnern in der Union als Problem betrachtet... Aber auch die 'Orangen' selber bevorzugen als ihre Fürsprecher im Westen immer weniger Polen, sondern die Deutschen. 'Vielleicht sind sie uns gegenüber nicht so enthusiastisch wie ihr, aber sie bewirken in Europa viel mehr', sagen Diplomaten in Kiew."

Gazeta Wyborcza - Polen | 11.03.2006

Bronislaw Geremek über Polens Bündnis mit den USA

Polens Regierung und Präsident Lech Kaczynski setzten zu sehr auf Amerika, kritisiert der liberale Europaabgeordnete und frühere polnische Außenminister Bronislaw Geremek im Interview: "Ich halte die Einstellung der polnischen Machthaber, dass die USA der wichtigste Verbündete Polens sein sollten, für eine Illusion. All unsere Interessen sind europäischer Natur. Unsere Zukunft hängt davon ab, wie Polen in Europa existieren wird. Als europäisches Land sind wir daran interessiert, dass Amerika und die westliche Welt, die gemeinsame Werte und nicht gemeinsame Interessen verbinden, eine reale Bezugsstelle bleiben. Ich bedauere aber, dass in den letzten Jahren Antiamerikanismus die Mehrheit der europäischen Eliten geprägt hat."

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