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Bouguereau, Jean-Marcel
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In der europäischen Presseschau wurden bisher 5 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.
Kennzeichen gegen Anonymität
Ein Vorhaben der französischen Regierung, die nationalen Nummernschilder so zu ändern, dass die Herkunft der Autos nicht mehr erkennbar ist, hat zu scharfen Protesten geführt. Das politische Wochenmagazin Nouvel Observateur hat Verständnis für die Ablehnung: "Die Verteidigungsministerin Michèle Alliot-Marie hat gerade das neue Gesetz über Autokennzeichen vorgestellt, das im Januar 2009 in Kraft treten soll. Es gäbe dann ein Nummernschild, auf dem nicht mehr automatisch die Nummer des Départements stehen würde. Allein die Ankündigung hat einen Proteststurm ausgelöst. Die Bewegung 'Fass mein Nummernschild nicht an', die von 200 Abgeordneten initiiert wurde, hat das Vorhaben geschwächt. Die Nummern der Départements gehören einfach zu unserem kulturellen Erbe und unserer geistigen Landschaft. Es ist, als ob der alte Slogan 'small is beautiful' mit der Globalisierung wieder an Bedeutung gewinne. ... Die Nummer der Départements von den Kennzeichen zu verbannen, hieße, zur Anonymität beizutragen, von der diese Gesellschaft ohnehin schon zu viel hat. ... Heute weiß jeder, dass man eigentlich die [administrative] Struktur Frankreichs überdenken müsste. Zu kleine Regionen, überlastete Départements, die ihre Kompetenzen eigentlich an die Regionen und die interkommunalen Strukturen übertragen müssten. Aber - wie die Sache mit den Nummernschildern beweist - wird das wohl nicht morgen passieren."
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Mehr aus der Presseschau zu den Themen » Innenpolitik, » Infrastruktur / Verkehr, » Alltagskultur, » Frankreich
Energiekrise macht neues Zivilisationsmodell nötig
Das politische Wochenmagazin Le Nouvel Observateur fordert eine radikale Kehrtwende bei der Energiepolitik: "Der Erdölmarkt ist 'völlig verrückt' geworden. Dieses Zitat stammt nicht von irgendwem, sondern vom OPEC-Generalsekretär Abdallah el-Badri. Dieses Mal liegt der Barrel-Preis nämlich deutlich über den inflationsbereinigten Preisen, die 1981 während der zweiten Erdölkrise erreicht wurden. ... Wir müssen unser komplettes Zivilisationsmodell verändern, insbesondere, wenn man zusätzlich die Umweltprobleme und den Klimawandel in Betracht zieht. ... Wenn nämlich Energie immer teurer wird, werden neue Konflikte mit neuen menschlichen Dramen entstehen. ... Es sollte versucht werden, mit Windenergie, Kernenergie, Sonnenenergie oder thermischer Elektrizität neue Energiequellen zu erschließen. Es bleibt die Frage der Nutzung von Atomenergie, der einzig verlässlichen Energiequelle ..., die nicht zum Treibhauseffekt beiträgt. Mit dieser Frage sollten sich vor allem die Umweltschützer beschäftigen. Tragischerweise halten sie sich aus der öffentlichen Debatte zu einem Zeitpunkt heraus, zu dem ihre Themen so präsent sind wie nie zuvor."
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Mehr aus der Presseschau zu den Themen » Energie, » Global
Wachhunde der Demokratie oder Schoßhunde?
Der Chefredakteur des politischen Wochenmagazins Nouvel Observateur warnt vor einem Gesetzesentwurf der Justizministerin Rachida Dati, das den journalistischen Informantenschutz untergraben könnte: "[Vergangenen] Donnerstag haben die Abgeordneten den Vorschlag für das so genannte Dati-Gesetz in erster Lesung angenommen. Dieses zielt offiziell darauf ab, den Schutz journalistischer Quellen zu gewährleisten. Aber in Wahrheit stellt es einen Rückschritt dar, da die Justizministerin ... der Meinung ist, dass der Informantenschutz 'nicht absolut' sein kann und man ihn 'unter bestimmten, klar definierten Bedingungen' aussetzen könne. ... Was auf dem Spiel steht, ist klar zu erkennen. Wie soll sich ein Zeuge von Bestechung oder eines anderen Skandals noch einem Journalisten anvertrauen, wenn der Informantenschutz nicht umfassend garantiert ist? ... Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte zögerte nicht, Journalisten als die 'Wachhunde der Demokratie' zu definieren. ... Mit dem Dati-Gesetz ist man weit davon entfernt."
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Nicolas Sarkozy übt Selbstkritik
In einem langen Fernsehinterview hat der französische Präsident Nicolas Sarkozy Bilanz seines ersten Jahres im Amt gezogen. "Muss man den Franzosen wirklich 90 Minuten redundantes Gerede zumuten, nur weil Nicolas Sarkozy in den Umfragen und selbst in den Herzen derer, die ihn gewählt habe, an Ansehen verliert?", fragt Jean-Marcel Bouguereau. "Das Vertrauen ist gebrochen und die Worte des Präsidenten klingen hohl. War es wirklich notwendig, fünf Journalisten anzuheuern, die mit Ausnahme von Yves Calvin, bloß einem Interview beiwohnten, in dem der Präsident ungestraft reden konnte, ohne dass jemand bei den zweifelhaftesten Aussagen nachhakte? War es nicht möglich, ihn nach den widersinnigen Konsequenzen seiner Erbrechtsreform zu fragen, die die Investitionswirtschaft begünstigt statt Arbeit zu fördern?... War es nicht möglich, angesichts seiner plötzlichen Bescheidenheit, als er eingestand, Fehler gemacht zu haben, zu fragen, welche das denn waren?"
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Die Metamorphose der "Bleus"
Jean-Marcel Bougeureau räumt zwar ein, dass Frankreich über Portugal im WM-Halbfinale "mit mehr Glück als Verstand" gesiegt hat. Doch der Sieg markiere einen Wendepunkt: "Ein paar Spiele haben genügt, um das Steuer herumzureißen. Das gegen Brasilien gewonnene Spiel war exemplarisch. Dieselben Spieler, die man zuvor als verbraucht und gealtert geschmäht hatte, diese Mannschaft, die als unkoordiniert galt, hat sich durch wundersame Alchemie verwandelt. Blei wurde zu Gold. Vor unseren Augen begann die Mannschaft urplötzlich zu funktionieren. Auf einmal, mit dem Spiel gegen Brasilien, wurde die französische Mannschaft der Inbegriff von Siegeswut und Enthusiasmus, der Finten und des schönen Spiels."
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