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Brüggemann, Axel
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In der europäischen Presseschau wurden bisher 2 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.
Endrik Wottrich über Doping in der Opernwelt
Bei den Salzburger Festspielen haben die Sänger Anna Netrebko, Rolando Villazón, Neil Shicoff und Elina Garanca ihre Auftritte abgesagt. Der Tenor Endrik Wottrich, der bei den Bayreuther Festspielen erkrankt war und ersetzt wurde, rechnet im Interview mit Axel Brüggemann mit der Opernwelt ab: "Es werden Leistungen erwartet, die nicht einzulösen sind... Es ist nicht normal, dass die Stimme nicht mehr als empfindliches, menschliches Organ wahrgenommen wird, sondern als Maschine. Wir stehen vor der Wahl, aufzutreten, um angegriffen zu werden, weil wir einen falschen Ton singen, oder uns krankzumelden, um angegriffen zu werden, weil wir uns schonen... Doping ist in der Musik längst Alltag. Solisten nehmen Betablocker, um ihre Angst in den Griff zu bekommen, einige Tenöre nehmen Cortison, um die Stimme in die Höhe zu schrauben, und Alkohol ist gang und gäbe. Die Angst ist zu einem großen Faktor geworden, so dass fast jedes Mittel recht scheint, um den Erwartungen gerecht zu werden. Das ist für die meisten Sänger der Anfang vom Ende."
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"Idomeneo" - eine künstlerische Bankrotterklärung?
Nach der Wiederaufnahme der Mozart-Oper "Idomeneo" an der Deutschen Oper Berlin sieht Axel Brüggemann den eigentlichen Skandal der Aufführung in der schlechten künstlerischen Leistung des Ensembles. "Ein Skandal, weil die Besetzung des Abends schlichtweg untragbar war: mittelmäßige bis hundsmiserable Sänger. Ein Skandal, weil der Dirigent Ralf Weikert einen Mozart leitete, der anachronistischer und staubtrockener kaum hätte sein können. ... Eigentlich eine Chance für die angeschlagene Intendantin Kirsten Harms, ihr Haus als großen Deutschen Operntanker zu inszenieren und alle Kritiker zum Schweigen zu bringen. Aber sie schaffte es nicht einmal, der seltenen öffentlichen Opern-Aufmerksamkeit durch eine vernünftige musikalische und szenische Leistung gerecht zu werden."
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