Bereichsmenü: Home
Home / Autorenindex
Browne, Vincent
one of Ireland 's best-known and most controversial print and broadcast journalists.
Die Texte von "Browne, Vincent" als RSS-Feed abonnieren
In der europäischen Presseschau wurden bisher 5 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.
Katholische Theologie führt zu Missbrauch
Die katholische Theologie ist Ursache für die zahlreichen Missbrauchsfälle in Irlands katholischer Kirche, behauptet die Psychologin Marie Keenan in ihrem neuen Buch Child Sexual Abuse and the Catholic Church: Gender, Power and Organisational Culture, für das sie mit neun der angeklagten Priester gesprochen hat. Schuld an den Verbrechen seien widersprüchliche Lehren, die körperfeindliche Einstellung der Kirche und das Schüren von Scham. Und die Kirche stellt sich weiter taub, bedauert die liberale Tageszeitung The Irish Times: "Von all dem steht nichts im Bericht der Apostolischen Visitatoren. Stattdessen empfehlen sie, im Leben der Priesteranwärter der Kultur des Priesterseminar wieder mehr Platz einzuräumen. Die dem Zölibat immanente Spannung nehmen sie nicht im Geringsten zur Kenntnis, genauso wenig wie die Heuchelei und die Traumata, zu denen sie führen. Im Großen und Ganzen scheint es wenig Interesse an den Ursachen dieser kirchlichen Missbrauchsfälle zu geben und daran, was sie in der katholischen Kultur hervorgerufen haben. Es ist eine geringschätzige Erklärung, dass alle Täter nur 'gestörte' Persönlichkeiten sind. Diese Erklärung ignoriert die kulturellen und prägenden Faktoren, die zum Missbrauch beigetragen haben."
» zum ganzen Artikel (externer Link, englisch)
Mehr aus der Presseschau zu den Themen » Religion, » Ethik, » Kriminalität, » Irland
Britische Beteiligung an Attentaten klären
Der Queen-Besuch fällt auf den Tag der Bomben-Attentate in Dublin und Monaghan am 17. Mai 1974, bei denen 34 Menschen getötet wurden. Sie sollen von irischen Loyalisten verübt worden sein mit Unterstützung britischer Sicherheitskräfte. Hier schuldet Großbritannien den Angehörigen der Opfer noch Aufklärung, meint die liberale Tageszeitung The Irish Times: "Man stelle sich vor, die Positionen wären umgekehrt: Es gäbe Beweise, dass die irische Regierung in den IRA-Anschlag auf einen Pub in Birmingham am 21. November 1974 verwickelt war, bei dem 21 Menschen getötet und 182 verletzt wurden. Und dass Irland dem britischen Untersuchungsausschuss den Zugang zu wichtigen Dokumenten verweigerte. Das würde einen gerechtfertigten Aufruhr in Großbritannien und Empörung auf Seiten der Regierung verursachen. Hier dagegen kein Aufruhr und keine Empörung, nur eben die Möglichkeit, dass die Angelegenheit vielleicht angesprochen wird, sollte es sich ergeben. Es ist schade, dass Elizabeth in all dies verwickelt ist, und es wäre schade, wenn es die Bedeutung ihres Besuchs und ihre Freude daran minderte."
» zum ganzen Artikel (externer Link, englisch)
Mehr aus der Presseschau zu den Themen » Internationale Beziehungen, » Sicherheitspolitik / Krisen / Kriege, » Kriminalität, » Justiz, » Großbritannien, » Irland
Irland soll noch einmal Nein sagen
Irland solle noch einmal Nein zum Lissabon-Vertrag sagen, weil die EU den Wählerwillen ignoriere, schreibt Vincent Browne in der liberalen Sonntagszeitung The Sunday Business Post: "Einer der Hauptgründe, sich gegen den Lissabon-Vertrag zu stellen, ist ... , dass es sich um einen Schwindel handelt. Er wurde entworfen, um die wesentlichen Punkte der EU-Verfassung durchzusetzen, die von der Bevölkerung in Frankreich und den Niederlanden abgelehnt wurde. ... Jetzt soll er durch einen Betrug durchgesetzt werden, der sein Wesen so verschleiert, dass die Regierungen behaupten könnten, er benötige die Bestätigung ihres Volkes nicht. Wir werden gebeten, uns zu beeilen und dieses Mal die richtige Antwort zu geben, damit die britische Öffentlichkeit, die zweifellos Nein sagen würde, keine Gelegenheit bekommt, ihre Meinung zu äußern. ... Mit dem Lissabon-Vertrag hat die europäische Rüstungsindustrie die EU mittels der Europäischen Verteidigungsagentur erstmals in den Griff bekommen. Das sollten wir nicht tolerieren. Nicht nur 'wir, das irische Volk', sondern 'wir, das europäische Volk'. Wir mögen es den Regierungen und Parlamenten in Europa schulden, dieses Mal mit Ja zu stimmen. Aber wir haben eine höhere Pflicht gegenüber dem europäischen Volk, erneut mit Nein zu stimmen."
» zum ganzen Artikel (externer Link, englisch)
Mehr aus der Presseschau zu den Themen » EU-Verfassung, » Irland
Irland vermisst Informationen zum EU-Vertrag
Irland wird als einziges EU-Land über den Vertrag von Lissabon per Referendum abstimmen.Vincent Brown hat versucht, den Vertragstext zu bekommen. "Ich würde den Reformvertrag gern selbst analysieren und verstehen. Aber wie, wenn ich den Text nicht habe?... Man sagte mir, unsere demokratisch gewählten Politiker würden uns Bürgern erklären, was im Reformvertrag steht, und auf dieser Grundlage könnten wir abstimmen... Was für eine übermäßige Arroganz unserer Volksvertreter. Sie wollen, dass wir wie die Schafe mit Ja stimmen - für einen Vertrag, den wir auf Grundlage dessen, was sie uns zugänglich gemacht haben, nicht verstehen können... Wie sollen wir einem Vertrag zustimmen, der unsere Verfassung betrifft, ohne zu wissen, worum es geht? Sollen wir etwa dem Wort arroganter Trickbetrüger Glauben schenken?"
» zum ganzen Artikel (externer Link, englisch)
Mehr aus der Presseschau zu den Themen » EU-Verfassung, » Irland
Die Grenzen der irischen Toleranz
Vincent Brown, einer der bekanntesten irischen Journalisten, fragt, warum die öffentliche Aufmerksamit für das historische Rugby-Spiel zwischen England und Irland am vergangenen Samstag die Diskriminierung von Zigeunern ausblendet. Die Daily Irish Mail hatte eine Titelgeschichte mit der Überschrift "Zigeuner-Mob randaliert im Krankenhaus" veröffentlicht. "Weiter hinten in der Geschichte wurde berichtet, dass einem Krankenhaussprecher zufolge eine Gruppe Zigeuner ankam, nachdem ein Patient ins Krankenhaus eingeliefert wurde. Danach wurden die Krankenhaustüren aus Sicherheitsgründen verschlossen... Wäre es eine Gruppe von GAA- [irischer Sportverein], Fußball- oder sogar Rugby-Fans gewesen, hätte niemand davon Notiz genommen. Aber weil diese Menschen zu der stigmatisiertesten Gruppe der irischen Gesellschaft gehören, entstand diese Überschrift, begleitet von Horrorgeschichten über Nichtigkeiten... Wie kann eine anständige Gesellschaft, die sich am letzten Samstag so großartig gezeigt hat, auf einmal eine bösartige und gemeine Gesellschaft werden, wenn es um den Umgang mit einer ihrer schwächsten Gruppen geht?"
» weiterführende Informationen (externer Link, englisch)
Mehr aus der Presseschau zu den Themen » Minderheiten, » Irland