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Brug, Manuel
In der europäischen Presseschau wurden bisher 3 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.
Kein Idomeneo in Berlin
Aus Angst vor möglichen Störungen durch Islamisten hat die Deutsche Oper in Berlin die Mozart-Oper "Idomeneo" vom Spielplan genommen, berichtet Manuel Brug. In Hans Neuenfels' Inszenierung rollen nämlich die Köpfe von Poseidon, Buddha, Jesus und Mohammed. Brug kommentiert: "Ob [Intendantin] Kirsten Harms hier nicht etwas zu vorschnell gehandelt hat? Berlin ist nicht Dinslaken. Eine solche Absetzung bekommt in der deutschen Hauptstadt an einem so bedeutenden Haus eine viel symbolischere Bedeutung als unter Umständen das mögliche Risiko einer Störung, gegen die man sich hätte wappnen können. Das Theater als moralische Anstalt eines aufgeklärten westlichen Geistes hat sich hiermit jedenfalls keinen Gefallen getan."
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Beginn der Bayreuther Festspiele
Morgen starten in Bayreuth die Richard-Wagner-Festspiele. Diesmal inszeniert der deutsche Dramatiker Tankred Dorst den gesamten "Ring", Christian Thielemann dirigiert. Manuel Brugs Vorfreude hält sich in Grenzen: "Bayreuth reagiert nurmehr, es agiert kaum noch souverän. Die Berufung eines 80-jährigen Opernregiedebütanten durch einen 86-jährigen Festspielleiter auf Lebenszeit für einen 16-Stunden-Koloss - das mutet wirklich wie ein schlechter Witz an... Der Kunst gilt's hier, wie einst Urvater Richard forderte, nur noch selten. Also muss die immer trivialere Opera Soap mit dem Wagner-Klan herhalten. Und weil inzwischen das eisern praktizierte Schweigegebot auf dem Hügel kaum noch durchgehalten wird, dringen immer mehr Indiskretionen schon vorab an die gierig an jedem Bayreuth-Brösel sich labende Öffentlichkeit. Da wird kolportiert, Wolfgang Wagner irre immer öfter orientierungslos durch die Gewölbe, streite sich immer hartnäckiger, besserwisserisch und starrsinnig mit seinen fachfremden Regisseuren. Die hohe Frau Gudrun mache meist ein Gesicht, als sei eben ihr Mops verstorben."
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Das Mozartjahr
Mit Schrecken hat Manuel Brug kurz vor dem 250. Geburtstag von Wolfgang Amadeus Mozart in Salzburg die "Mozart-Hölle" erkundet: "'Miracles Wax Museum', frisch eröffnet, mit schnaufenden Rolltreppen, brutal in den Barockbau gekeilt, und fünf Etagen, die bald diejenigen verschlucken werden, denen das Warten in der Mozartschleife vor den Originalräumen mit dem Wilson-Tand zu fad wird. Die Salzach-Antwort auf Madame Tussauds offeriert auf 2400 Quadratmetern aus Pressholz und Pappe zusammengezimmertes Altsalzburg mit 77 teilweise sprechenden Figuren, vom Erzbischof bis zum Zahnreißer, in pädagogisch salbadernder Rundumbeschallung und mit Multimediafeuerwerk. Man kann sich von der Königin der Nacht ankreischen lassen und in einer rumpelnd rollenden Blechtonne die Feuer- und Wasserprüfung der 'Zauberflöte' bestehen."
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