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Büchner, Gerold
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In der europäischen Presseschau wurden bisher 3 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.
Sarkozy vertieft Streit in der Nato
In der internationalen Koalition gegen den libyschen Diktator Muammar al-Gaddafi ist Streit darüber entbrannt, ob die Nato die Führung übernehmen soll. Großbritannien befürwortet diesen Schritt, Frankreich ist dagegen. Ein Grund ist der französische Präsident Nicolas Sarkozy, der vom früheren US-Präsidenten Bush die Rolle des Dränglers übernommen hat, meint die linksliberale Berliner Zeitung: "Seine Lust am großen Auftritt und die französische Neigung, Politik moralisch zu begründen, haben die bestehenden Kontroversen vertieft. Die Partner wiederum ließen Sarkozy gewähren, statt rechtzeitig ihre Bedenken gegen ein militärisches Eingreifen in Nordafrika deutlich zu machen. Für ein gründliches Abwägen des Pro und Contra haben sich weder die Europäer noch die Nato Zeit genommen, obwohl die brutale Niederschlagung des Aufstands durch Gaddafi schon seit Februar die Welt erschüttert. ... Die multipolare Welt - von vielen ersehnt, von Obama akzeptiert und von Sarkozy zu eigenen Zwecken genutzt - kann ganz schön anstrengend sein."
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Mehr aus der Presseschau zu den Themen » Internationale Beziehungen, » Sicherheitspolitik / Krisen / Kriege, » Frankreich, » Großbritannien, » USA, » Naher und Mittlerer Osten
Rauchverbot in der EU
"Wer mit dem Auto durch Europa fährt und in Deutschland eine Pause machen will, braucht starke Lungen", meint Gerold Büchner. In keinem Land seien die Raststätten so verqualmt wie hier. Die europäischen Nachbarn wie Italien oder Irland seien in Sachen Nichtraucherschutz längst viel weiter. Kein Wunder, dass sich mancher Deutscher eine Vorschrift aus Brüssel wünsche. Doch Büchner warnt: "Die Europäische Union ist klug beraten, sich aus dem Streit hier und anderswo herauszuhalten. Jedes Land hat seine eigene Kneipen- und Genusskultur und muss selbst entscheiden, wie es die unterschiedlichen Interessen abwägt: Wie die Freiheit zu rauchen und das Recht auf Hustenfreiheit sich zueinander verhalten. Jede Einmischung Brüssels würde die nationale Debatte nicht nur noch zäher machen, sondern auch dem Ruf Europas unnötig schaden. Am stärksten wirkt ohnehin das Vorbild der anderen."
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Mehr aus der Presseschau zu den Themen » EU-Politik, » Gesundheit, » Europa
Warum die EU im Nahen Osten keine Rolle spielt
Auch beim heutigen EU-Sondergipfel zum Nahost-Konflikt wird es keine wirksame gemeinsame europäische Haltung geben, fürchtet Gerold Büchner. "Das Problem reicht tief zurück in die Anfänge der EU-Außenpolitik. Nach dem ersten Ölpreisschock vor über 30 Jahren definierte die Gemeinschaft Stabilität im Nahen Osten als gemeinsames Interesse, das abgestimmtes Handeln erfordere. Die Annäherung an die arabische Welt wurde ausbalanciert durch umfassende Unterstützung für Israel, fußend auf ethischer Verpflichtung auf Grund des Holocaust. Moral und Stabilitätsinteresse sind noch heute die Grundpfeiler der EU-Politik in Nahost - nur hilft das wenig, wenn sich erstens die Lage verändert und zweitens die eigene Rolle. Was sie will, weiß die EU, nicht aber, was sie dafür zu tun bereit ist. Nötig wäre eine umfassende Analyse der sich überlagernden Konflikte, Hegemoniegelüste, Risiken und Handlungsoptionen in der Region - aus europäischer Sicht. Dass die Union dazu bereit ist, dafür spricht leider wenig."
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