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Buhr, Elke


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In der europäischen Presseschau wurden bisher 2 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.


Frankfurter Rundschau - Deutschland | 15.06.2007

Documenta 12 - Die gelungene "Migration der Form"

Elke Buhr hat die am Samstag beginnende Documenta in Kassel vorab besichtigt: "Die 'Migration der Form' hatten der künstlerische Leiter Roger M. Buergel und seine Kuratorin Ruth Noack zum zentralen Inszenierungsprinzip ihrer Documenta12 gemacht. Sie wollten zeigen, wie Formen wandern, durch die Zeit und von Kultur zu Kultur; sie wollten untersuchen, wie ähnliche ästhetische Lösungen auf unterschiedliche Weise mit Kontexten und Inhalten paktieren. Und wo das gelingt, ist der Effekt atemberaubend... So zeigt die Documenta 12 nicht nur die Avantgarde von heute - sie tut auch das, und zwar mit einem internationalen Blick, der längst nicht mehr angestrengt wirkt -, sondern sie zeigt auch, auf wessen Schultern diese Künstlerinnen und Künstler stehen. Sie reicht nicht nur die weibliche Seite der jüngeren Kunstgeschichte, sondern auch die Avantgarden Osteuropas nach und gibt, bei aller Sprödigkeit, die sich da manchmal breit macht, ihren Besuchern die Mittel an die Hand, um auch bei den strukturalistischen Abstraktionen noch das Schöne, die spezifische Ästhetik zu sehen."

Frankfurter Rundschau - Deutschland | 27.03.2007

Aufregung um einen schwarzen Kubus

Bereits vor zwei Jahren wollte der Künstler Gregor Schneider auf der Kunstbiennale in Venedig einen 13 Meter hohen schwarzen Kubus errichten, eine Anspielung an die Kaaba in Mekka. Doch das Projekt wurde zurückgezogen, genauso wie ein späterer Versuch, den Würfel in Berlin zu zeigen, - aus Angst vor Protesten islamischer Fundamentalisten. Nun steht der schwarze Kubus in Hamburg, anlässlich einer Ausstellung, die sich mit der Rezeption von Kasimir Malewitschs Schwarzem Quadrat in der bildenden Kunst des 20. Jahrhunderts beschäftigt. Der Würfel sei zwar sehenswert, "die erwartete politische Brisanz erschließt sich dem Betrachter allerdings nicht" meint Elke Buhr - im Unterschied zu Malewitschs Bild, das "im zaristischen Russland des Jahres 1915 selbst eine beachtliche, auch politische Sprengkraft" hatte. Das sei heute anders: "Als Tor zu einer anderen Welt hat sich das Schwarze Quadrat nämlich im Laufe des letzten Jahrhunderts leider doch nicht erwiesen. Stattdessen ist es das geworden, was es auch schon zur Zeit des Suprematismus war: Ein viel zitiertes Logo, ein Stück Design, das die Welt nicht aus den Angeln hebt. So hat die Kaaba in Mekka als wahres Tor zum Himmel die Erhabenheit weiterhin exklusiv."

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