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Buras, Piotr
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In der europäischen Presseschau wurden bisher 3 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.
Piotr Buras über die polnische Angst vor deutschem Nationalstolz
Der Krakauer Politologe Piotr Buras beschreibt, welche Herausforderung der wachsende Nationalstolz der Deutschen für die Polen darstellt. "Ein Szenario, in dem die Erinnerung an das Dritte Reich langsam in den Hintergrund tritt und die Deutschen ihren Nationalstolz wiedergewinnen, hat uns schon immer Angst gemacht. Dieses Szenario wird, wir sind Zeugen davon, gerade Realität. Es verändert nicht nur das politische Klima der Berliner Republik, sondern ist auch eine Herausforderung für uns. Es wird immer schwieriger, historische Sichtweisen als Argumente in den polnisch-deutschen Beziehungen vorzutragen. Ehrlich gesagt: Kaum jemand will solche Argumente noch hören. Manchmal ist das mit entsetzlicher Ignoranz und fehlendem Grundwissen der Geschichte verbunden. In Deutschland ist das ein echtes reales Problem. Am häufigsten steht dahinter die Überzeugung, dass Deutschland dank seiner 'neuen' Vergangenheit zu einem normalen Volk geworden ist, dessen unrühmliche Geschichte zwar ein fester Bestandteil seiner Identität ist, aber das politische Handeln nicht mehr bestimmt."
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Das Weimarer Dreieck
Das "Weimarer Dreieck" - in Person der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel, des französischen Präsidenten Jacques Chirac und des polnischen Präsidenten Lech Kaczynski - hat sich gestern im Saarland getroffen. Viele Kommentatoren betonen, es habe keine konkreten Ergebnisse gegeben, die Standpunkte zum EU-Beitritt der Türkei gingen nach wie vor auseinander. Piotr Buras vom Zentrum für Internationale Beziehungen sieht das anders: "Es ist gut, dass es endlich zu dem 'Weimarer Dreieck'-Gipfel kam. Ein weiteres Signal dafür, dass die Konflikte und Emotionen, an denen es in der letzten Zeit in den deutsch-polnischen Beziehungen nicht mangelte, leiser werden. Das 'Weimarer Dreieck' ist für Polen eine große Chance, die Machthaber der wichtigsten und mächtigsten Staaten der EU zu treffen und ihnen sachlich unseren Standpunkt darzulegen. Andere Mitglieder der Union, zum Beispiel Spanien, haben diese Möglichkeit nicht. Dass der polnische Präsident seine Partner zum nächsten Treffen nach Polen eingeladen hat, ist ein gutes Zeichen für die Zukunft."
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Aufruf zur Vernunft in den deutsch-polnischen Beziehungen
Mit einem "deutsch-polnischen Appell an gemeinsames Verantwortungsgefühl und Vernunft" in den Beziehungen beider Staaten haben sich Wissenschaftler und Publizisten an die Öffentlichkeit gewandt. Die Zeitung druckt den Appell der "Kopernikus-Gruppe" gekürzt ab: "Wir sind beunruhigt über den unbegründeten Ausbruch von Emotionen in den letzten Wochen, der das deutsch-polnische Verhältnis betrifft. Die Art und Weise, wie derzeit im öffentlichen Leben negative Erscheinungen über Gebühr betont werden, ist ein Abgehen von den Idealen hochverdienter Persönlichkeiten in Polen und in Deutschland, die es als ihre Gewissenspflicht angesehen haben, ihre persönlichen Erfahrungen aus Krieg und Terrorpolitik in das Werk der deutsch-polnischen Verständigung einzubringen... Deutsche und Polen sollten wissen, dass sie sehr viel mehr verbindet, als diejenigen Politiker und Medien wahrhaben wollen, die sich mit den Beziehungen der beiden Völker auf anachronistische Art und Weise beschäftigen."
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