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Butora, Martin
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In der europäischen Presseschau wurden bisher 3 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.
Beunruhigende Töne
Führende Intellektuelle der Slowakei wie Martin Butora, Grigorij Meseznikov oder Miroslav Kusý warnen in einem offenen Brief, den die liberale Tageszeitung Sme veröffentlicht hat, vor einer Zunahme nationalistischer und rassistischer Töne unter slowakischen Spitzenpolitikern. Hintergrund sind erneute anti-ungarische Ausfälle des Chefs der mitregierenden Nationalpartei, Jan Slota, sowie antisemitische Bemerkungen im Parlament. "Wir beobachten diese Entwicklung schon seit geraumer Zeit mit Beunruhigung. Noch bedenklicher ist die Tatsache, dass fremdenfeindliche Reden keine grundsätzliche Kritik der Koalitionspartner Slotas auslösen. Im Gegenteil, zahlreiche Politiker bagatellisieren nur. Das Niveau der politischen Kultur in der Slowakei gerät somit in eine außerordentlich gefährliche Zone. Nationalistische Rhetorik ist zu einer politischen Waffe geworden, die auf die primitivsten Gefühle und negativsten Stereotypen setzt. Und wenn sich zeigt, dass diese Waffe nützlich ist, wird sie auch von anderen Politikern in der Auseinandersetzung mit den politischen Rivalen benutzt. ... Wir appellieren an die Öffentlichkeit, dazu nicht länger zu schweigen."
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Mehr aus der Presseschau zu den Themen » Internationale Beziehungen, » Innenpolitik, » Ungarn, » Slowakei
100 Slowaken für gute Beziehungen zu den Ungarn
Mehr als 100 Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens in der Slowakei – darunter der Literaturwissenschaftler Peter Zajac, der Soziologe Martin Butora und der Journalist Martin M. Šimečka - warnen in einem Aufruf vor zunehmender Feindseligkeit zwischen Slowaken und Ungarn. "Wir sind Zeuge einer nie da gewesenen nationalistischen Vulgarisierung der Politik... Zu einer neuen Verschärfung trug die Parlamentserklärung über die Unantastbarkeit der Beneš-Dekrete bei, die seinerzeit [nach dem Zweiten Weltkrieg] zu Ungerechtigkeiten gegenüber der ungarischen Bevölkerung führten... Wir wollen in einem anständigen Staat leben und sind uns bewusst, dass nur gegenseitige Rücksichtnahme zu guten Beziehungen zwischen Slowaken und Ungarn sowie zur Stabilität der Slowakei beiträgt... Wir rufen die Bürger auf, sich nicht zu Geiseln in einem gefährlichen Spiel machen zu lassen."
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Mehr aus der Presseschau zu den Themen » EU-Erweiterung, » Minderheiten, » Geschichte, » Ungarn, » Slowakei
Alle verfügbaren Texte von » Peter Zajac, » Martin M. Šimečka
Slowakisch-ungarische Spannungen
Slowakische Intellektuelle, unter ihnen der Soziologe Martin Butora, der Herausgeber Laszlo Szigeti und der Sme-Chefredakteur Martin M. Simecka, haben einen gemeinsamen Aufruf zur Beendigung der slowakisch-ungarischen Spannungen verfasst. Darin heißt es: "Gewalt ist ansteckend und verbreitet sich wie eine Infektion. Dieser Spirale muss Einhalt geboten werden... Eine zentrale Verantwortung haben die Politiker. Die Frage der Toleranz gegenüber einer Minderheit ist nicht nur die Sache einer zuständigen Behörde. Die bisherigen Reaktionen des slowakischen Premiers wie des Präsidenten sind unzureichend... Der Nationalismus (der Ungarn und Slowaken) hat in den zurückliegenden zweihundert Jahren viel Leid verursacht. Ende des vergangenen Jahrhunderts haben sich aber die Mitteleuropäer für Freiheit und Demokratie entschieden. Es wäre ein Unglück für die Slowakei, für Ungarn, für die Zusammenarbeit der Visegrad-Staaten und für eine breitere europäische Gesellschaft, wenn das jetzt zerstört würde."
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