Bereichsmenü: Home
Home / Autorenindex
Cabral, Francisco Sarsfield
Die Texte von "Cabral, Francisco Sarsfield" als RSS-Feed abonnieren
In der europäischen Presseschau wurden bisher 2 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.
Die Defizite des EU-Reformvertrags
Francisco Sarsfield Cabral kommentiert die Einigung auf den EU-Reformvertrag beim Lissabonner EU-Gipfel vergangene Woche: "So sehr man sich darüber freuen kann, dass es den Vertrag gibt, umso beklagenswerter ist, wie er der Öffentlichkeit verkauft wird. Die Losung lautet: um jeden Preis ein Referendum vermeiden. Ich bin nicht der Meinung, dass ein Referendum die einzige oder beste Art ist, seinen Willen demokratisch zu bekunden. Das Problem ist nur, dass in diesem Fall das gegen das Referendum geschürte Misstrauen Teil eines Prozesses ist, der das Ziel hat, die Bürger zu betrügen... Die Portugiesen sind in Sachen Europa niemals gefragt worden. Als Europäer bedauere ich das... Die zunehmende Enthaltung bei Europawahlen und die Eurobarometer-Umfragen sind deutliche Anzeichen der Enttäuschung. Wenn man ein Europa ohne seine Bürger aufbaut, führt das direkt in die Katastrophe."
» zur Homepage (externer Link, Público)
Mehr aus der Presseschau zu den Themen » EU-Politik, » EU-Verfassung, » Portugal, » Europa
Stärkere europäische Streitkräfte?
Francisco Sarsfield Cabral meint, dass die militärische Schwäche der EU ihrem internationalen Einfluss schadet. "Gemessen am Bruttoinlandsprodukt (Bip) geben die Europäer die Hälfte dessen aus, was die Amerikaner für Verteidigung aufwenden. Und sie haben ihre militärischen Ausrüstungen nicht aufeinander abgestimmt. Es gibt immer noch keinen gemeinsamen Markt der europäischen Rüstungsindustrie. Die EU ist zu Recht stolz auf ihre 'Soft Power', also die Fähigkeit, Länder außerhalb der EU allein durch die Perspektive eines zukünftigen Beitritts zum Klub zu beeinflussen. Sie hat sie genutzt, um die Länder Osteuropas zu Reformen zu bewegen. Oder dazu, dass die Todesstrafe in der Türkei abgeschafft wurde. Aber ohne 'Hard Power' hat die EU auf der internationalen Bühne wenig zu sagen... Da ihnen über 60 Jahre lang ein Krieg erspart geblieben ist (mit Ausnahme der Konflikte in Ex-Jugoslawien), sehen die Europäer nicht, dass die Welt noch nicht 'zum ewigen Frieden' im Sinne Kants gefunden hat. Und deshalb messen sie den Streitkräften eine so geringe Bedeutung bei."
» zum ganzen Artikel (externer Link, portugiesisch)
Mehr aus der Presseschau zu den Themen » Sicherheitspolitik / Krisen / Kriege, » Europa