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Camus, Jean-Yves
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In der europäischen Presseschau wurden bisher 2 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.
Jean-Yves Camus über die Balkanisierung der EU
Der französische Politologe Jean-Yves Camus äußert im Interview mit William Bourton die Befürchtung, separatistische Bewegungen in Europa seien im Aufwind. "Die Frage ist nicht, ob es eine kollektive Identität gibt - im baskischen, katalanischen und flämischen Fall ist das zweifellos so. Man muss fragen, ob diese besonderen Identitäten mit anderen zusammenleben können oder nicht. Kurz gesagt, will man das Prinzip 'ein Territorium, ein Volk, eine Sprache, ein Staat' anwenden?... Das Beispiel Katalonien ist besonders frappierend, denn dort werden diejenigen, die kein Katalanisch sprechen, zu Bürgern zweiter Klasse degradiert, denn sie haben keinen Zugang zu öffentlichen Ämtern. Das Risiko einer Balkanisierung existiert, der Entwicklung eines Europas, in dem jede Ethnie unabhängig sein will. Das ist die paradoxe Seite der Globalisierung... Die Balkanisierung verhindert die Entstehung eines mächtigen Europa, das die amerikanische Hypermacht herausfordern könnte. Und sie erschwert die Integration von Menschen mit Migrationshintergrund und stärkt Ethnozentrismus und Rassismus."
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Mehr aus der Presseschau zu den Themen » Integration, » Minderheiten, » Europa
Alle verfügbaren Texte von » William Bourton
Identitätskrise in Osteuropa
Ausgehend von den Krawallen in Budapest fragt Anne Rodier den französischen Politologen und Rechtsextremismus-Experten Jean-Yves Camus, ob der zunehmende Populismus in Ungarn, Polen und der Slowakei als eine regionale Krise innerhalb der neuen EU-Mitgliedsländer gesehen werden kann. "Es hat immer ultranationalistische Strömungen in diesen Ländern gegeben. Aber es ist sehr schwer, diese Parteien einzuordnen. Die Grenzen sind fließend in all den Staaten, in denen die Bewegungen, die sich gegen die Sowjets erhoben haben, auch immer die Aura von Befreiern haben. Die dortige Krise heute ist eine Reaktion auf die EU - in wirtschaftlicher Hinsicht und was die Identität betrifft."
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Mehr aus der Presseschau zu den Themen » Innenpolitik, » Ungarn