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Caracciolo, Lucio
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In der europäischen Presseschau wurden bisher 4 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.
Lucio Caracciolo empfiehlt ein besseres Verhältnis zur Türkei
Ankaras Rolle in der Welt wird wichtiger und Europa sollte sein Verhältnis zur Türkei überdenken, rät Lucio Caracciolo in der linksliberalen Tageszeitung La Repubblica: "Wir haben Ankara noch nicht verloren. Erstens, weil 'wir' nicht existieren. Der Westen ist als strategisch-geopolitisches Ganzes mit dem Ende des Kalten Kriegs gestorben. ... Zweitens, weil die Perspektive umgekehrt werden muss. Die Türkei will sich selbst (wieder)finden, und sich nicht aus der euro-atlantischen Verknüpfung lösen. ... Wir von der angeblichen Europäischen Union können die Türkei nicht schlechter behandeln als die ehemaligen Ostblockstaaten. ... Wir haben es mit den Haupterben eines jahrhundertealten Reichs zu tun. ... Man hüte sich zu glauben, dass es sich nur um die Megalomanie des [Premiers] Erdoğan oder um die Utopie des [Außenministers] Davutoğlu handele. Wer auch immer die Türkei ... lenken wird, kann den einen oder anderen Akzent verschieben, nicht aber das Herz der türkischen Geopolitik. Eine Macht ist zurückgekehrt."
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USA simulieren Sieg in Afghanistan
US-Präsident Barack Obama hat am Sonntag bei einem überraschenden Blitzbesuch in Kabul vom afghanischen Präsidenten Hamid Karsai mehr Einsatz im Kampf gegen die Korruption gefordert. Es ist der Versuch der USA, in einem verlorenen Konflikt als Sieger auftreten zu wollen, meint die linksliberale Tageszeitung La Repubblica: "Die Simulation ... schreibt einen 'Krieg der Wahrnehmung' vor, der 'mit den Waffen der Information geführt wird.' ... Den Sieg zu simulieren, ist nicht einfacher, als ihn zu erzielen. Keiner der lokalen und regionalen Akteure, keine der Hauptfiguren der Weltbühne glaubt mehr an die Allmacht des Sternenbanners. Geschweige denn an seine Propaganda. Einige schauen zufrieden, die meisten mit großer Besorgnis auf das erschütternde Schauspiel der einstigen Supermacht, die sich einsam und verlassen mit dramatischen Krisen herumschlägt, ohne eine plausible Lösung zu haben. ... Und das mit einer Beständigkeit, die sich nicht einmal der ärgste Feind erhofft hätte."
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Ahmadinedschad bringt Obama in Schwierigkeiten
In der linksliberalen Tageszeitung La Repubblica schreibt Luigi Caracciolo, dass der Auftritt des iranischen Präsidenten Mahmud Ahmadinedschad in Genf auch den US-Präsidenten Barack Obama in eine schwierige Situation gebracht habe: "Obama ist in der Klemme. Der Mann, dem er soeben die Hand gereicht hat, um nach 30 Jahren die US-iranischen Beziehungen zu kitten ... hat auf seine Art Adolf Hitlers 120. Geburtstag gefeiert. ... Mit einer gut einstudierten Perfidie, die zugleich kaltblütig und beachtenswert politisch gewandt ist, hat Ahmadinedschad am Rand seiner Rede eine heimtückische Öffnung für Obama fallen lassen, nämlich die Bereitschaft, … nur auf zivile Nuklearenergie zu setzten. … Mit seiner Provokation hat Ahmadinedschad Barack Obama in die Enge getrieben und uns Europäer mit ihm, auch wenn wir nur wenig zählen. Es besteht die Gefahr, dass die tiefe Kluft zwischen Israel und den USA mit Bezug auf den Iran ... wieder an die Oberfläche gebracht wird."
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Eine EU der 27 Geschwindigkeiten
"Wozu ist die EU gut?", fragt Lucio Caracciolo und stellt fest, dass die Länder, aus denen sie besteht, lieber auf eigene Faust handeln. Er bezweifelt, dass die Wahl von Nicolas Sarkozy zum französischen Präsidenten die Lage verbessern wird. "Erst Prodi, dann Napolitano: Unsere Politiker schlagen einen dramatischen Ton an, um uns vor dem Zustand der EU zu warnen. Gleichzeitig signalisieren sie, dass die höchste italienische Staatsebene sehr wohl weiß, dass die Krise, die dieses Europa durchmacht, keine Wachstumskrise, sondern eine echte Identitätskrise ist... Der Sieg von Sarkozy besiegelt die Idee eines Europa der 27 Geschwindigkeiten. Der neue französische Präsident hat schon klar gemacht, dass das nationale Interesse sein Handeln leiten wird und dass er es als eine Ehre ansieht, die Rolle Frankreichs in einem informellen Dreierdirektorium zu festigen: Paris, London und Berlin. Rom, Madrid und Warschau werden ins zweite Glied verwiesen."
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