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Casdorff, Stephan-Andreas
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In der europäischen Presseschau wurden bisher 2 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.
Saarland ist das Politlabor Deutschlands
Die Wahlen im Saarland am Sonntag hat die bisherige Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer (AKK) für sich entschieden. Die CDU-Frau wird die angekündigte große Koalition mit der SPD anführen. Was dort im kleinen geschieht, kann auch im Bund passieren, meint der liberal-konservative Tagesspiegel: "Die CDU unter AKK bekommt so viele Prozente wie die Union unter der Kanzlerin, die SPD so viel wie unter irgendeinem Kanzlerkandidaten, die Linke mal mehr, mal weniger, die Grünen bangen um ihr Wahlziel, die Piraten werden endgültig zu Freibeutern des Parlamentssystems, und die FDP - was war das noch mal? Wie im Saarland, so kann es auch im Bund kommen, in der Grundtendenz - inklusive sinkender Wahlbeteiligung; und darum ist das Saarland kein zu vergessender Herrgottswinkel, in dem 'gut gess' das Wichtigste ist, sondern ein Politlabor. ... Die SPD hat es wieder nicht geschafft ... und das zum wiederholten Mal unter Heiko Maas. Dabei ist der doch nett und kompetent. Aber er war der Amtsinhaberin politisch wohl zu ähnlich, mitsamt seiner Partei. Was das der SPD im Bund sagt? Sie gilt nicht mehr als das zu wählende Original, wenn die CDU sozialdemokratisch wird."
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Netanjahu muss Nahost-Friedensprozess wiederbeleben
Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat sich auf seiner Europareise zur Wiederbelebung des Nahost-Friedensprozesses mit dem US-Nahostgesandten George Mitchell in London getroffen. Die linksliberale Tageszeitung Der Tagesspiegel schreibt: "Seine Freunde, politische Freunde, sagen, Netanjahu sei nicht so, wie seine Gegner immer noch sagten; er sei gereift, seriöser, strategisch denkender als beim ersten Versuch als Premier. ... Bloß helfen zur Korrektur des alten Bildes auf Dauer nur 'Style and Substance'. Substanz entscheidet. Will sagen: Er muss den USA und ihren Verbündeten in Europa entgegenkommen. Diese Reise zeugt buchstäblich schon davon, ja, aber es reicht nicht, hier gewesen zu sein. Netanjahu wird nachher umso mehr Unterstützung erfahren, je klarer wird, dass er durchsetzt, was nötig ist: keinen weiteren Siedlungsbau! Klare Kante, auch in diesem Fall. Sicher, Staaten haben keine Freunde, Staaten haben nur Interessen, wird immer in Anlehnung an [den früheren britischen Premierminister] Lord Palmerston gesagt. Doch ist der Spruch erstens uralt, zweitens lebt es sich mit Freunden besser. Gerade im Nahen Osten."
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