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Chimelli, Rudolf
In der europäischen Presseschau wurden bisher 3 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.
Orient diskriminiert seine Christen
Der Anschlag auf Christen im ägyptischen Alexandria ist nur die blutige Fortsetzung des Niedergangs des Christentums in muslimisch geprägten Ländern, meint die linksliberale Süddeutsche Zeitung: "Vor Beginn des Ersten Weltkriegs hatte die Bevölkerung der Länder zwischen Mittelmeer und dem Zweistromland zu einem knappen Fünftel aus Christen bestanden. Heute sind es noch drei bis fünf Prozent. ... Die wirtschaftliche Lage, politische Instabilität, Konflikte, Bürgerkrieg aber auch die Hoffnung auf bessere Ausbildung sind die Triebkräfte. ... Im toleranten Marokko werden evangelikale Missionare ausgewiesen, weil Bekehrungsversuche an Muslimen verboten sind. Malaysische Christen müssen sich das Recht auf den Gebrauch des Wortes 'Allah' gegen muslimische Eiferer gerichtlich erstreiten. Algerier, die heimlich Christen werden - wie anderswo nicht zuletzt in der Hoffnung, die Auswanderungschancen zu verbessern - handeln sich Schikanen ein. ... Der Sonderfall ist Iran. Seine 300.000 Armenier, Assyrer und Chaldäer haben keinerlei Schwierigkeiten. ... Aber der historische Niedergang des Christentums in seinen Ursprungsländern ist damit nicht aufzuhalten."
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Iran auf dem Prüfstand
Sollte der Iran auch sein Programm zur Anreicherung von Uran stoppen, dann wäre der Kompromiss mit Brasilien und der Türkei im Atomstreit wirklich ein Erfolg, schreibt die linksliberale Süddeutsche Zeitung: "Ahmadinedschad konnte jetzt den Erfolg ernten: Einmal mehr stand er im Rampenlicht, doch diesmal nicht als Provokateur, sondern als Partner einer Lösung, die sich als konstruktiv erweisen könnte. 'Es gibt keinen Grund mehr für Sanktionen', sagte am Ende der türkische Außenminister. ... Der Transfer des iranischen Urans zur weiteren Anreicherung im Ausland erweist sich als Teil eines Pakets, das schon lange gepackt, aber nie verschnürt wurde. ... Es bleiben die Zweifel, ob Iran tatsächlich den Brennstoff liefert, und vor allem ob Teheran das Anreicherungs-Programm nun beendet, wie es die UN in drei Resolutionen fordern. Dann könnten fast alle zufrieden sein - außer jenen, denen eine Verschärfung der Krise lieber wäre als eine Lösung."
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Hilfe für die Palästinenser
"Nur vordergründig ging es in Paris bei dem Treffen von 90 Ländern, die den Wiederaufbau der Palästinensergebiete unterstützen wollen, ums Geld", erklärt Rudolf Chimelli. "Tatsächlich war schon in der ersten Stunde der Geberkonferenz fast nur von politischen Zielen die Rede: vom Frieden zwischen Palästinensern und Israelis, von der Errichtung eines palästinensischen Staates vor dem Ende des nächsten Jahres, von wirtschaftlicher Stabilität als Grundlage eines sicheren Zusammenlebens... Die Israelis müssen zurück zu den Grenzen von 1967 und den Palästinensern ein Hausrecht in Ost-Jerusalem zugestehen. Denn ein Palästinenser-Staat auf 18 Prozent des einstigen britischen Mandatsgebiets, noch dazu aufgeteilt in Kantone durch strategische Besatzungskorridore, wäre nicht lebensfähig, auch nicht mit Geldtransfusionen."
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