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Cirman, Primoz
In der europäischen Presseschau wurden bisher 3 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.
Etwas läuft schief in slowenischen Unternehmen
Aus Protest gegen ihren niedrigen Lohn haben die Beschäftigten des slowenischen Haushaltsgeräteherstellers Gorenje am Dienstag die Produktion eingestellt. Von einer Wochenarbeitszeit von 36 Stunden wurden nur 32 bezahlt. Die Tageszeitung Dnevnik zeigt Verständnis für die Arbeiter: "Das Geschehen bei dem slowenischen Vorzeigeunternehmen Gorenje ist ein Symbol dafür, dass in Slowenien, dem angeblich sozialen Staat, in dem die Gehälter in den größten Fabriken nicht zum Überleben ausreichen, etwas völlig verkehrt läuft. Der Fall Gorenje hätte schon längst auch in den slowenischen Unternehmen Swaty [Schleifscheibenhersteller], Intereuropa [Transport] ... oder in einem der Medienhäuser passieren können. Wenn die Manager, die in Krisenzeiten in ihren Villen in Ljubljana Cocktails schlürfen, tatsächlich glauben, dass ihnen die Arbeiterschaft, die schon Anfang der neunziger Jahre des letzten Jahrhunderts eine Krise durchgemacht hat, auch diesmal bedingungslos zur Seite steht, dann sind sie weniger wert als die Manschettenknöpfe an ihren Hemden."
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Slowenien streitet mit EU um Vignetten
Die diesjährige Einführung von Halbjahres- und Jahresvignetten in Slowenien für alle Autos ärgerte vor allem ausländische Fahrer. Nun sind europäische Hilfsgelder für den Bau von slowenischen Autobahnen vorläufig eingefroren, weil Brüssel Vignetten für einen kürzeren Zeitraum fordert. Primož Cirman kommentiert in der Tageszeitung Dnevnik, warum Slowenien nicht gegen Brüssel gewinnen kann. "Erstens, weil Slowenien unvorbereitet in den 'Krieg' gegangen ist. Die Vignetten wurden schnell und ohne Studien über die Folgen für die öffentlichen Finanzen eingeführt, aber auch ohne Unterstützung der Lobby in Brüssel, die im schlimmsten Fall ein bis zwei Jahre Zeit 'gekauft' hätte. ... Zweitens zeigen die Erfahrungen der EU-Mitgliedsländer, dass die Europäische Kommission in Maut-Fragen nicht gewohnt ist nachzulassen. ... Drittens könnte Slowenien bis zum Ende eines möglichen Verfahrens beim Europäischen Gerichtshof großen Schaden erleiden. Was also soll die neue Regierung tun? Langfristig sollte eine länger als ein halbes Jahr gültige Strategie für Mautgebühren erstellen."
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Neue Panzer für die slowenische Armee
Der slowenische Verteidigungsminister hat gestern mit dem finnischen Unternehmen Patria den Kauf von 135 Panzern für die slowenische Armee vereinbart. Primoz Cirman stellt die Frage, wie man die umgerechnet 280 Millionen Euro besser hätte verwenden können. "Ungefähr vier Jahre lang könnte man damit in Slowenien Beschäftigungsprogramme für Arbeitslose bezahlen, 15 Jahre lang die Ausgaben der humanitären Organisationen finanzieren, man könnte kostenlose Kindertagesstätten, Krankenhäuser einrichten... Die Panzer sind für die Auslandseinsätze der Nato geplant. Böse Zungen könnten die Politiker jetzt daran erinnern, dass sie vor dem Volksentscheid über den Nato-Beitritt behauptet haben, die Mitgliedschaft würde nicht nur kollektive Sicherheit bringen, sondern sich für Slowenien auch finanziell auszahlen."
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