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Clauß, Ulrich
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In der europäischen Presseschau wurden bisher 4 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.
TV-Boykott der Olympischen Spiele?
Ulrich Clauß kommentiert die Ankündigung eines französischen TV-Sportchefs, im Falle von zensierten Bildern oder Berichten nicht über die Olympischen Spiele in Peking zu berichten: "In der Frage des Medienboykotts als Waffe gegen chinesischen Autoritarismus steckt für die Machthaber in China mindestens so viel Sprengstoff wie in dem Streit über einen Totalboykott durch einzelne Ländermannschaften. Denn an der globalen Medienpräsenz des olympischen Spektakels hängt dessen gesamte Finanzierung... Gern würde man von deutschen öffentlich-rechtlichen Fernsehanstalten ähnlich klare Worte hören. Möglicherweise koordiniert man sich ja sogar international. Abgestimmtes Vorgehen ist beim Einkauf der Übertragungsrechte ja auch üblich. Die deutschen Öffentlich-Rechtlichen sollten aus ihrem langen Zaudern im Umgang mit den Pharma-Festspielen beim Radsport gelernt haben und klare Konditionen formulieren."
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Doping-Skandal im deutschen Radsport
"Geradezu umzingelt von öffentlich-rechtlichen und anderen, steuerfinanzierten Kontroll- und Förderungsinstanzen hat sich seit Mitte der Neunzigerjahre ein Wanderzirkus von Rennrad fahrenden Drogenkonsumenten im Geschäft halten können", kommentiert Ulrich Clauß empört. "Da ist an vorderster Stelle der Offenbarungseid einer öffentlich finanzierten Sportmedizin zu nennen, in die sich über lange Jahre Strukturen organisierter Kriminalität einnisten konnten... Des Weiteren stellt sich die Frage nach der Rolle eines – vormals staatlichen – heute halbstaatlichen Telekommunikationskonzerns, der ebenfalls über Jahre diesen Drogenzirkus mitfinanziert hat... Als dritter Komplex sind die öffentlich-rechtlichen 'Medienpartner' zu nennen.... Das Zusammenwirken öffentlicher Einrichtungen zum Zwecke der drogengestützten Leistungssteigerung im Sport nennt man Staatsdoping. So war es zum Beispiel im Falle der DDR. Wie soll man das nennen, was sich in den letzten zehn Jahren im deutschen Profi-Radsport abgespielt hat?"
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Estland nach den Wahlen
Weltweit waren die Esten die Ersten, die bei einer Parlamentswahl ihre Stimme im Internet abgeben konnten. 30.000 der insgesamt 930.000 Wahlberechtigten haben von dieser Möglichkeit Gebrauch gemacht, erklärt Ulrich Clauss: "Der wichtigste Unterschied zum traditionellen Wahlverfahren: Der Wähler kann seine Entscheidung bis zum Wahlschluss beliebig oft ändern. Selbstverständlich können die Esten auch in einem herkömmlichen Wahllokal ihr Kreuz machen - die 'e-Stimme' wird dann annulliert. Ein Gesetz, das die Wahl per Internet möglich machte, wurde Mitte 2006 mit knapper Mehrheit im estnischen Parlament verabschiedet... Nicht erst mit den Gesetzen zur elektronischen Wahl ist der baltische Staat in die erste Reihe derjenigen EU-Länder aufgerückt, die E-Government vorantreiben."
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Oscar für die Helden der Wende
Der deutsche Film "Das Leben der Anderen" von Florian Henckel von Donnersmarck hat den Oscar für den besten nicht-englischsprachigen Film bekommen. Für Ulrich Clauss "Anlass zu heller Freude": "Nicht zu vergessen der beeindruckende Beitrag zur Aufarbeitung der zweiten deutschen Diktatur, die feinsinnig-kühle Anatomie der DDR-Staatssicherheit. Erstmals empfängt damit ein deutscher Film höchste internationale Anerkennung, der sich nicht im weiteren Sinne mit der Nazi-Diktatur auseinandersetzt. Das ist eine Zäsur, die man gar nicht überschätzen kann... Damit wird einer Stoffbreite die Respektabilität erwiesen, die allen Filmemachern des Landes neue Optionen bietet. Zum anderen wird mit dieser Oscar-Preisvergabe den Helden der Wende von 1989 internationale Reverenz erwiesen - und damit ein anderes Deutschlandbild akzeptiert, das einer gelungenen Revolution: Neues aus dem Land der Täter."
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