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Coolsaet, Rik


In der europäischen Presseschau wurden bisher 3 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.


Le Soir - Belgien | 25.02.2008

Rick Coolsaet über die abnehmende Akzeptanz islamistischen Terrors

Der Politologe Rick Coolsaet von der Universität Gent erörtert im Gespräch mit Dominique Berns das Ausmaß der terroristischen Bedrohung: "Der Terrorismus entwickelt sich immer aus dem lokalen Kontext oder den entsprechenden Gesellschaften heraus. Aber es existiert im Moment ein internationaler Zusammenhang, der es erlaubt, die verschiedenen lokalen Quellen zu einem Bild der globalen Bedrohung zusammenzufügen: Bei Muslimen herrscht ein Gefühl der Erniedrigung und Angst gegenüber dem Westen. Und wir Westler haben das Gefühl, vom Islam bedroht zu werden. Dieser Effekt der gegenseitigen Angst erzeugt eine angespannte Atmosphäre... In der Geschichte sind alle Spielarten des Terrorismus immer an einen toten Punkt gekommen, er hat nie die erhofften Ergebnisse gezeitigt. Wer will, der nimmt bereits jetzt überall Zeichen der Ablehnung des islamistischen Terrors wahr, auch in den arabisch-islamischen Ländern."

Knack - Belgien | 06.07.2006

Muslime in Europa

Es wird zu viel von "islamischem" Terrorismus gesprochen, findet Politikwissenschaftler Rik Coolsaet. "Terroristen sind Amateure, die im Namen ihrer Glaubensbrüder zu den Waffen greifen. Aber diese heißen das nicht gut. Ich benutze die Begriffe 'Islam' oder 'Muslime' extra nicht. Die Religion spielt in diesen Fällen nur eine untergeordnete Rolle. Die Dynamik, die dem heutigen Terrorismus zugrunde liegt, ist mit der vergleichbar, die man bei den belgischen Linksextremisten, der Baader-Meinhoff-Bande oder den anarchistischen Terroristen des 19. Jahrhunderts beobachten konnte... Doch nur wenige Anarchisten waren Terroristen. Und in den 1980er Jahren waren die gewalttätigen Extremisten nur eine Minderheit in der Linken. Warum sprechen wir heute von 'islamischem Terrorismus' und betrachten die europäischen Muslime als fünfte Kolonne?"

Knack - Belgien | 16.06.2006

Rik Coolsaet über Vorurteile gegen Immigranten

Der belgische Politikwissenschaftler Rik Coolsaet setzt sich in einem Gastbeitrag mit Immigration auseinander. "Die Internationale Organisation für Migration hat uns einige Tatsachen wieder bewusst gemacht. Immigranten zahlen mehr Steuern, als dass sie Sozialhilfe beziehen (das bedeutet, dass sie 'unsere' Renten mitfinanzieren). Immigranten und Einheimische sind keine Konkurrenten um dieselben Arbeitsplätze (soll heißen: sie nehmen uns nicht 'unsere' Arbeitsplätze weg). Natürlich verläuft Immigration nicht problemlos... [Doch] die heutige Situation ist nicht schlimmer als früher. Im Gegenteil. Vor einem Jahrhundert wanderte ein Zehntel der Weltbevölkerung, heute sind es nur drei Prozent. Heutzutage kommen verhältnismäßig weniger Immigranten nach Europa als noch vor 30 Jahren."

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