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Cosic, Bora
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In der europäischen Presseschau wurden bisher 3 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.
Bora Cosic über die Bewohner des Kosovo
Der serbische Schriftsteller Bora Cosic erinnert daran, dass die Kosovo-Albaner schon immer etwas ungleicher waren als die restlichen Jugoslawen - selbst unter Tito waren sie bolschewistischem Terror ausgesetzt: "Jetzt zeichnet sich das Ende dieser Geschichte ab, die mit jenen armen Leuten begonnen hat, die in Kellern Trauben und Sardinen gegessen haben und heute mit viel Mühe versuchen, auf ihrem Land zu leben, nach ihrem Wunsch und mit dem Recht auf Unabhängigkeit, bei einem behutsamen Umgang mit der eigenen Freiheit. Diese fleißigen, stolzen und harten Menschen haben schon mehrmals gezeigt, wie schwer es ist, mit dieser Freiheit umzugehen. Und haben es bisweilen geschafft, viele, die ihnen wohlgesinnt sind, zu enttäuschen: Müssen sie, aus welchen Gründen auch immer, die Gotteshäuser einer anderen Religion anzünden? Wohl auch deshalb habe ich es schwer, meine serbischen Landsleute zur Vernunft zu bringen, dass sie die Kosovo-Albaner in Frieden lassen und sich endlich mit ihrem eigenen Schicksal befassen."
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Bora Cosic über seine Fußball-Vision
Der serbische Schriftsteller Bora Cosic schreibt eine Hymne auf die Fußballer als Bindeglieder der Globalisierung. "Mein Land ist in viele kleinere Länder zerfallen, so sind auch die Spieler aus der alten Heimat über die ganze Welt verstreut, es gibt keine Mannschaft mehr, vor allem keine europäische, in der nicht einer unserer Leute wäre. So weiß ich auch gar nicht mehr, wo die Mannschaft meines Landes ist, es sei denn, ich gehe davon aus, dass alle europäischen Klubs teilweise unsere, meine geworden sind. Möglicherweise sind die Fußballer aus dem ehemaligen Jugoslawien Bindeglieder einer Globalisierung dieses Kontinents, einer Europäisierung dieser fröhlichen, in unseren Gegenden noch immer erfolgreichen Kunst. So grüße ich das Team aus meinem alten Land, in der Meinung, dass bereits jetzt ein Teil einer allgemeinen Mannschaft Europas in ihm keimt, ebenso wie wir alle, die ehemaligen und gegenwärtigen Bürger dieses Bodens, trotz allen Mühen, allmählich Bewohner unseres ganzen Kontinentes werden."
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Mehr aus der Presseschau zu den Themen » Sport, » Serbien
Slobodan Milosevics Tod
"Sein plötzlicher Tod hat seine Verurteilung unmöglich gemacht, und es fällt einem schwer, den eigenen Zorn zu bändigen, wenn man an Milosevics Zynismus und seine Verhöhnung von Menschen und Fakten denkt", schreibt der serbische Schriftsteller Bora Cosic zum Tod des früheren serbischen Diktators. "Ich sehe schon, wie der ehemalige Diktator durch die Überlieferung, die Phantasie und die traurige Einfalt meines Volkes seinen irdischen Weg weiterhin gehen wird, nur weil sich dieses Volk kopflos, ausgestoßen und zu niemandem gehörig fühlt. Deshalb wird sich Platz finden für einen toten Diktator, der umgeht... Jetzt mache ich mir Gedanken darüber, wie lange wir noch brauchen werden, um uns von diesem Gespenst zu befreien. Slobodan Milosevics irdisches Leben hat ein Ende gefunden, aber seine finsteren und nekrophilen Rechnungen sind offen geblieben."
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