Bereichsmenü: Home
Home / Autorenindex
Cristea, Radu Calin
Die Texte von "Cristea, Radu Calin" als RSS-Feed abonnieren
In der europäischen Presseschau wurden bisher 4 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.
Rumäniens Presse überlebt nur online
Die rumänische Tageszeitung Gândul stellt am Freitag dieser Woche ihre Druckausgabe ein und erscheint nur noch im Internet. Zuletzt lag die verkaufte Auflage bei 11.000 Exemplaren täglich. Ihr Schicksal ist kein Einzelfall, meint die Tageszeitung Adevărul: "Wenngleich in den vergangenen Jahren die Zahl der Onlinemedien stark gewachsen ist, können sich die rumänischen Zeitungsmanager bislang nicht an den ausgereiften Strategien von [Rupert] Murdoch orientieren. Auch der Gândul-Gründer Cristian Tudor Popescu meint, dass der Zusammenbruch der Zeitungslandschaft in Rumänien 'erbarmungslos' ist und Tageszeitungen nur noch ein paar Jahre zu leben hat. Nun stürzt sich eine der professionellsten rumänischen Tageszeitungen - Gândul - in das Internetabenteuer. Jedoch nicht etwa aus Liebe zu visionären Experimenten, sondern weil die Zeitungsauflage dramatisch gesunken war, während die Webseite eine ansehnliche Besucherzahl aufweist. ... Die rumänische Tagespresse wird nur überleben, wenn sie teilweise oder ganz auf die romantische Vorstellung frischer Druckfarbe und lärmender Druckmaschinen verzichtet."
» zum ganzen Artikel (externer Link, rumänisch)
Mehr aus der Presseschau zu den Themen » Printmedien, » Onlinemedien, » Medienökonomie, » Rumänien
Rumänien bekommt zwielichtige Partei
Der rumänische Medienunternehmer Dan Diaconescu hat eine neue Partei gegründet, die jetzt auch gerichtlich zugelassen ist. Diaconescu besitzt den Privatsender OTV, erreicht mit Sensationsjournalismus hohe Einschaltquoten und steht wegen Erpressung vor Gericht. Seine Volkspartei (P.P.) hat zwar wirre Pläne, meint die Tageszeitung Adevărul, könnte aber gefährlich werden: "Das Programm der P.P. lässt sich mit gesunden Menschenverstand nicht analysieren. ... Die Partei will Volksgerichte gründen, die die Plünderer des Landes schnell veruteilen sollen. Der Parlamentspalast, der Präsidentenpalast und der Regierungspalast sollen 'evakuiert' werden. ... 200.000 Wohnungen sollen für Arme gebaut werden. Und die Krönung des Ganzen: Jeder Bürger soll vom Staat 20.000 Euro erhalten. … Andererseits ist damit nicht zu spaßen. ... Die große Armut, ... der Glaube an die dauerhafte Ungerechtigkeit und die fehlende Alternative zu einem Leben, das von endlosen Anomalien geprägt ist, könnten genügende Landsleute auf den Geschmack der Droge bringen, welche die Sendungen von OTV kostenlos verbreiten."
» zum ganzen Artikel (externer Link, rumänisch)
Mehr aus der Presseschau zu den Themen » Audiovisuelle Medien, » Politik, » Justiz, » Rumänien
Radu Calin Cristea über vergessene rumänische Dissidenten
20 Jahre nach der politischen Wende in Rumänien wird dort kaum an die Dissidenten und deren bedeutende Rolle beim Zusammenbruch des Kommunismus erinnert, bedauert Radu Calin Cristea in der Tageszeitung Adevărul: "Die Abwesenheit oder schwache Präsenz von moralischen Beispielen für die Auseinandersetzung mit dem totalitären Bösen im öffentlichen Diskurs hat mindestens zwei verheerende Effekte: Es lässt Raum für alle Arten von Betrügern und zeigt vor allem der Jugend nicht, dass das kommunistische Regime von wahren Freiheitsverteidigern bekämpft wurde. Die Rumänen sind nicht die Dummen des Kommunismus - dank jener Dissidenten, die eigens mit ihrer Seele, mit ihrem Gewissen gegen die Diktatur kämpften. Es zählt nicht, wie viele es waren. Es zählt, dass es welche gab. Als sie gefordert waren, waren sie rechtzeitig da. Jetzt, wo man ihnen zuhören sollte, vielleicht auch nur, weil sie in den Zeiten klar die Wahrheit ausgesprochen haben, in denen alle anderen feige waren, werden sie verspottet oder bestenfalls gemieden."
» zum ganzen Artikel (externer Link, rumänisch)
Mehr aus der Presseschau zu den Themen » Alltagskultur, » Geschichte, » Erinnerungskultur, » Rumänien
Nato-Gipfel im ehemaligen Ceausescu-Palast
Der heute beginnende Nato-Gipfel findet im Parlamentsgebäude in Bukarest statt, dem ehemaligen "Haus des Volkes", das Diktator Nicolae Ceausescu einst unter menschenverachtenden Bedingungen bauen ließ. Radu Calin Cristea kommentiert: "Das 'Haus des Volks' ist eine Art pharaonischer Bau, der mit Erinnerungen verbunden ist, denen viele heute entkommen wollen... Er steht für in Stein gemeißelte kommunistische Grausamkeit. Ich erinnere mich noch an die ersten Tage im Januar 1990, als eine wahre Völkerwanderung in den Palast einsetzte und im Freiheitsrausch goldene Türgriffe und Wasserhähne gestohlen wurden... Das Haus, heute Parlamentspalast, ist nun Tagungsort des größten Nato-Gipfel aller Zeiten. Bush, Putin, Merkel, Sarkozy werden alle in den Räumen stehen, die einst Ceausescu geplant hat und fast fertig bauen ließ. Damit wird das 'Haus des Volkes' - wie die ägyptischen Pyramiden – von der Erinnerung an Blut und Staub und seiner qualvollen Geschichte befreit."
» weiterführende Informationen (externer Link, rumänisch)
Mehr aus der Presseschau zu den Themen » Architektur / Städte, » Geschichte, » Rumänien